Tag der offenen Tür im neuen Bienenzuchtzentrum Bantin

Nr.214/2021 - Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt  | 06.08.2021  | Europamv  | europa-mv.de

 

Die Bauarbeiten am Bienenzuchtrum Bantin (BZZ) sind abgeschlossen. Der Gebäudekomplex wurde zum Apineum umgestaltet („Api“ steht für westliche Honigbiene und „neum“ für moderne Darstellung). Mit finanziellen Mitteln aus der LEADER-Förderung und dem Strategiefonds Mecklenburg-Vorpommern wurde das Zentrum energetisch saniert, Büro- und Schulungsräume generalüberholt, eine Schauimkerei eingerichtet, ein Parkplatz gebaut und die Fassade erneuert.

Am kommenden Samstag, den 7. August 2021, ab 10 Uhr, nimmt Umweltminister Dr. Till Backhaus anlässlich des Tag der offenen Tür den neuen Anlaufpunkt rund um die Honigbiene in Augenschein. „Neben Zucht und Forschung können hier nunmehr verstärkt Schulungen und Beratungen angeboten sowie intensive Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden. Dies ist wichtig, schließlich gehört die Biene zu den wichtigsten Nutztieren überhaupt. Sie bestäubt achtzig Prozent unserer Nutzpflanzen und viele Wildpflanzen. Ohne sie, hätten wir nichts zu essen auf dem Teller“, sagte er im Vorfeld.

„Honigbienen sind ein Triumph der Evolution: Seit etwa 40 Millionen Jahren verrichten sie ihr Werk, und das immer nach dem gleichen Staatensystem. Wie der Mensch leben sie auf dichtem Raum zusammen mit strenger Arbeitsteilung. Sie sind Ingenieure, Architekten und Meister der Vorratswirtschaft. Eine einzelne Biene muss für ein 500 Gramm-Glas Honig dreimal um die Erde fliegen. Das Sammelgebiet eines Volkes ist fast 50 Quadratkilometer groß. Bei guten Bedingungen fliegen Arbeiterbienen täglich bis zu 30 Mal aus und besuchen pro Flug 200 bis 300 Blüten“, betonte Backhaus.

Das BZZ stellt die Faszination Honigbiene in allen ihren Facetten dar, lobte der Umweltminister: „Es ist in der Region und darüber hinaus in der Bevölkerung bekannt und wird jährlich von hunderten interessierten Besuchern frequentiert.“ Neben der Schulung von Imkern überregional, werden in Bantin auch Jugendgruppen, Lehrerund Erziehern empfangen. Ziel hierbei ist auch, potenzielle Jung- und Neuimker zu gewinnen. Speziell werden auch Bienensachverständige neu aus- und weitergebildet und auch für die Königinnenzucht gibt es jährliche Ausbildungen und Projekte.

Das Bienenzuchtzentrum ist Teil des Projektes „Mit Leib und Seele“ der Schaalseeregion. „Bantin ist dafür ein idealer Dreh- und Angelpunkt. Auf den Rad- und Wanderwege werden in den Frühjahr- und Sommermonaten viele Touristen erreicht, die in der Region des Biosphärenreservats Schaalsee Erholung suchen“, erläuterte Backhaus.

Vor der Wende wurde das BZZ vom Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter als Konsultations- und Zuchtzentrum für Bienenwirtschaft betrieben. Im Zuge der Auflösung des Verbandes wurde das BZZ dem Land MV kostenlos übertragen.

Zahlen

FP

Bezeichnung

Förderfläche in ha 2020

Auszahlung 2021

In Mio. Euro

Förderfläche in ha 2021

502

Ein- und mehrjährige Blühflächen

7.400

4,7

13.600

504/505

Extensive Grünlandnutzung

54.200

9,2

71.000

507

Naturschutzgerechte Grünlandbewirtschaftung

5.500

1,8

5.700

508

Obst – und Gemüserichtlinie (Anlage von 3 % Blüh- und Begrünungsflächen)

3.100

0,28

3.700

Gesamt

Ökologischer Landbau

Ca. 160.000

ca. 32

171.900

 

 

230.200*

47,98

265.900*

die „reine“ Fläche ist geringer, da auf ein und derselben Fläche die Förderprogramme FP 505 und 508 gemeinsam beantragt sein können

Aktuell haben wir in MV ca. 3.000 Imker mit ca. 29.000 Bienenvölkern (steigende Tendenz). Die Frühjahrstracht in Deutschland liegt bei 15,4 kg/Volk, in MV bei 23,3 kg/Volk. Inklusive der Sommertracht wird nach aktuellen Umfragen in MV 37 kg/Volk erwartet.

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