Kreativszene des Landes auf der „KREATOP!A“

Glawe: Kultur- und Kreativwirtschaft gibt innovative Impulse für Wirtschaftsbranchen

Nr.319/19 - Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit  | 04.11.2019  | Europamv  | europa-mv.de

Wirtschaftsminister Harry Glawe hat sich am Montag in Rostock auf der Landesbranchenkonferenz „KREATOP!A“ der Kultur- und Kreativwirtschaft mit Kreativschaffenden über wirtschaftliche Potentiale der Branche ausgetauscht. „Der Kultur- und Kreativwirtschaft muss es noch stärker als bisher gelingen, ihre Fähigkeiten und Leistungen sichtbarer zu machen. Denn die Branche kann mit ihrem innovativen Potential großen Mehrwert für andere Wirtschaftszweige bieten. Dazu braucht es enge Kooperationen zwischen den Kreativschaffenden und Unternehmen aus anderen Wirtschaftsbereichen. Die Landesbranchenkonferenz gibt zur Zusammenarbeit wichtige Impulse“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

 

Großes Förder-Instrumentarium für Kultur- und Kreativwirtschaft

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach Angaben des Büros für Kulturwirtschaftsforschung in Köln rund 5.500 Selbstständige und Unternehmen in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Rund 2.600 Selbstständige und Unternehmen haben einen persönlichen Jahresumsatz von mehr als 17.500 Euro; diese haben im Jahr 2014 gemeinsam einen Jahresumsatz von mehr als 777 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Anteil von 1,8 Prozent der Gesamtwirtschaft im Land. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche betrug 2014 rund 9.600. Betrachtet man die sozialversicherungspflichtig und die geringfügig Beschäftigten sowie alle Selbstständigen zusammen, dann sind gegenwärtig knapp 17.800 Personen in der Kultur- und Kreativwirtschaft im Land tätig. „Die Branche ist in Mecklenburg-Vorpommern geprägt von kleineren Unternehmen, Solo-Selbstständigen und Freischaffenden. Damit diese wirtschaftlich erfolgreich sein können, steht ein großes Instrumentarium an Unterstützungsmöglichkeiten bereit. Entscheidend ist, dass mit der Förderung mehr Wertschöpfung und Beschäftigung geschaffen wird“, sagte Glawe.

 

Wirtschaftsministerium unterstützt Kleinprojekte und Strukturentwicklungsmaßnahmen

Wirtschaftsminister Glawe verwies unter anderem auf die klassischen Instrumente der Gründerförderung, der Beratungsförderung sowie der Förderung von Investitionen der gewerblich tätigen Unternehmen (Informationen unter www.gruender-mv.de). Die Leistungen können auch von Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft in Anspruch genommen werden. Gründungsinteressierten wird der Weg in die Selbstständigkeit durch Unterstützung bei Maßnahmen zur Vermittlung grundlegender betriebswirtschaftlicher Qualifikationen erleichtert. So fördert das Wirtschaftsministerium unter anderem die Inanspruchnahme von Beratung und Begleitung in der Vorgründungsphase über die Bereitstellung entsprechender Bildungsgutscheine. Personen, die beabsichtigen, sich durch Gründung eines Unternehmens, die Übernahme eines bestehenden Unternehmens oder die Aufnahme einer freiberuflichen Tätigkeit selbstständig zu machen, können diese Förderung in Anspruch nehmen. „Auch kleine Strukturentwicklungsmaßnahmen und Kleinprojekte haben wir bereits beispielsweise aus dem Europäischen Sozialfonds unterstützt. Das ist vor allem für die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft aus ganz Mecklenburg-Vorpommern attraktiv“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe abschließend.

In der Vergangenheit wurde unter anderem die Entwicklung des Warnow Valley Kultur und Kreativ-Kompetenzzentrums (Projektträger Kreativsaison e.V.) vom Wirtschaftsministerium in Höhe von 100.000 Euro aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) unterstützt. Die Kosten des Vorhabens betrugen insgesamt 143.000 Euro.

 

Die Jahresbranchenkonferenz fand im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit statt und wird von der Kreative MV - dem Landesnetzwerk für Kultur- und Kreativwirtschaft Mecklenburg-Vorpommern - durchgeführt sowie von der IHK zu Rostock unterstützt. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Kultur- und Kreativwirtschaft jährlich mit 100.000 Euro aus Landesmitteln.

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