Wismar: Landestechnologiekonferenz 2026
Jochen Schulte: „Wir wollen mit techno-logischem Wissen Innovation voranbringen und gute Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern entstehen lassen“
Jochen Schulte, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat heute die Landestechnologiekonferenz 2026 an der Hochschule Wismar eröffnet. Im Mittelpunkt der Konferenz stehen erneuerbare Energien und Wasserstofftechnologien sowie Informations- und Kommunikationstechnologien mit einem besonderen Fokus auf Künstliche Intelligenz. Die Landestechnologiekonferenz bringt Wirtschaft, Wissenschaft und Studierende zusammen und zeigt, welche innovativen Technologien in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt und in die Anwendung gebracht werden.
„Unser Ziel ist es, aus technologischen Innovationen in Mecklenburg-Vorpommern Investitionen und gute Arbeitsplätze entstehen zu lassen. Genau deshalb brauchen wir eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft, unter Einbeziehung der Nachwuchskräfte in unserem Land. Viele der heute vorgestellten Projekte unterstützen wir mit unserer Technologieförderung. Sie überzeugen nicht nur technologisch, sondern haben auch das Potenzial, neue Wertschöpfung und zukunftsfähige Arbeitsplätze in unserem Land zu schaffen“, sagte Staatssekretär Schulte.
Für wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung stehen Mecklenburg-Vorpommern in der aktuellen EU-Förderperiode insgesamt 266 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Seit 2023 hat das Wirtschaftsministerium im Rahmen der Landesrichtlinie zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation Förderungen in Höhe von rund 100 Millionen Euro für 263 Projekte bewilligt. Davon entfallen rund 80 Millionen Euro auf 97 Verbundprojekte von Unternehmen und Forschungseinrichtungen.
Ein Schwerpunkt der Landestechnologiekonferenz liegt auf erneuerbaren Energien und Wasserstofftechnologien. Das Programm reicht von der Herstellung von grünem Methanol über neue Verfahren zur Speicherung und zum Transport von Wasserstoff bis hin zu Elektrolysekomponenten.
„Mecklenburg-Vorpommern verfügt über hervorragende Voraussetzungen für die Nutzung der erneuerbaren Energien. Wir wollen die Erneuerbaren nicht nur generieren, sondern einen möglichst großen Teil der damit verbundenen industriellen Wertschöpfung im Land halten. Gerade im Offshore-Bereich zeigen sich enorme Potentiale“, so Staatssekretär Schulte.
Für dem Bau von zwei Konverterplattformen in Rostock ist es gelungen, Milliardenaufträge und langfristig industrielle Wertschöpfung nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen. Damit werden qualifizierte und gut bezahlte Arbeitsplätze geschaffen und der Industriestandort Mecklenburg-Vorpommern weiter gestärkt. Damit solche Erfolge keine Einzelfälle bleiben, unterstützt das Land Forschung und Entwicklung im Bereich erneuerbarer Energien und Wasserstofftechnologien.
Ein Beispiel ist die vom Land unterstützte Forschungsfabrik Wasserstoff MV. Drei außeruniversitäre Forschungseinrichtungen – das Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP, das Leibniz-Institut für Katalyse und das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie – bündeln dort ihre Kompetenzen. Gemeinsam mit Unternehmen wird entlang der gesamten Wertschöpfungskette geforscht: von der Erzeugung von grünem Wasserstoff bis zu seiner Anwendung in Industrie und Schifffahrt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
„KI ist längst keine Zukunftstechnologie mehr. Sie verändert schon heute Produktionsprozesse, Logistik, Dienstleistungen und die Entwicklung neuer Produkte. Gerade für Mecklenburg-Vorpommern bietet diese Entwicklung weitreichende Chancen. Wenn Unternehmen mit Hilfe von KI Prozesse automatisieren, Beschäftigte von Routinetätigkeiten entlasten und ihre Produktivität steigern können, kann Technologie auch eine Antwort auf den Fachkräftemangel sein“, sagte Staatssekretär Schulte.
Mit der seit Ende Juni geltenden KI-Richtlinie unterstützt das Wirtschaftsministerium Unternehmen bei der Einführung von KI-Lösungen, beispielsweise in der Produktion, bei Dienstleistungen, in der Logistik, im Vertrieb oder in der IT-Sicherheit. Für die Jahre 2026 und 2027 stehen dafür jeweils 1,5 Millionen Euro Landesmittel zur Verfügung.
„Wir wollen Forschung und wirtschaftliche Anwendung noch enger zusammenzubringen. Gute Forschungsergebnisse dürfen nicht in der Schublade liegen bleiben. Aus ihnen müssen marktfähige Anwendungen, neue Geschäftsmodelle und im besten Fall neue Unternehmen entstehen. Unser Anspruch ist deshalb klar: Chancen ermöglichen, Risiken beherrschbar machen und Wertschöpfung nach Mecklenburg-Vorpommern holen“, so Staatssekretär Schulte.
Die Landestechnologiekonferenz ist eine gemeinsame Veranstaltung des Strategierates Wirtschaft-Wissenschaft MV unter Federführung des Wirtschaftsministeriums und unterstützt von Industrie- und Handelskammern des Landes. Gastgeber der diesjährigen Veranstaltung ist die Hochschule Wismar, die Organisation lag federführend bei der IHK zu Schwerin.




