Europäischer Sozialfonds (ESF)

für die Förderperiode 2007-2013

Der Europäische Sozialfonds (ESF) begleitet Zukunftsinvestitionen durch eine strukturentwickelnde, wachtsums- und beschäftigungsorientierte Strategie mit einer Konzentration auf die Humanressourcenentwicklung.

Der ESF wurde eingerichtet, um die Unterschiede beim Wohlstand und Lebensstandard in den Mitgliedstaaten und Regionen der EU abzubauen. Darüber hinaus soll der wirtschaftliche und soziale Zusammenhalt gefördert werden. Mecklenburg-Vorpommern erhält bis 2013 aus dem Europäischen Sozialfonds 417 Millionen Euro. Das Ziel ist es, die Wirtschaftskraft des Landes zu steigern und durch nachhaltiges Wirtschaftswachstum dauerhafte Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen und zu sichern. Dabei gibt es eine enge Verzahnung des ESF und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Das Operationelle Programm besteht aus drei Schwerpunkten, die kurz erläutert werden.

1. Steigerung der Anpassungsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Beschäftigten und Unternehmen

Ziel des ersten Schwerpunktes ist es, das Qualifikationsniveau der Beschäftigten zu erhöhen und die Leistungsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern. Hierzu sollen Unternehmen und ihre Arbeitskräfte besser in die Lage versetzt werden, neue Technologien einzuführen und wirksam zu nutzen, um neue Produkte zu entwickeln und neue Märkte zu erschließen. Unternehmerisches Denken und Handeln muss frühzeitig gefördert und die Chancen einer selbstständigen Erwerbstätigkeit entsprechend publik gemacht werden. Auf diese Weise sollen unternehmerische Eigenschaften gestärkt werden, die auch unabhängig von einer späteren Gründung für das Erwerbsleben relevant sind. Die Förderung des Unternehmergeistes wird auf Schlüsselgruppen fokussiert, wobei der jungen Generation eine besondere Bedeutung zukommt. Des weiteren soll der Unternehmergeist gestärkt und die Vereinbarkeit von Arbeits- und Familien-/Privatleben in Einklang gebracht werden. Zum einen sollen die Arbeitsmarktchancen der betroffenen Personen, vor allem Mütter und Väter, gestärkt werden. Zum anderen stellt eine bessere Vereinbarkeit ein zentrales Potenzial für die Entwicklung der betrieblichen Humanressourcen und der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen dar. Das wird vor allem vor dem Hintergrund des demografischen Wandels immer wichtiger. Künftig geht es darum, einem drohenden Fachkräftemangel vorzubeugen.

2. Verbesserung des Humankapitals

Die Verbesserung des Humankapitals ist der zweite Schwerpunkt im operationellen Programm des Europäischen Sozialfonds. Die Förderung soll zu einer gut ausgebildeten und zum lebenslangen Lernen bereiten Bevölkerung beitragen. Eine zentrale Grundlage ist hierbei, eine wissensbasierte Wirtschaft zu entwickeln, um zusätzliche Beschäftigung in den Unternehmen des Landes zu schaffen. Mit dem Einsatz der ESF-Mittel können beispielsweise Basis- und Schlüsselqualifikationen gestärkt werden. Hier liegt ein strategischer Akzent in der Verbesserung der Ausbildung im schulischen Bereich. Besonders die Qualität der schulischen Ausbildung junger Menschen muss erhöht werden. Dies umfasst die Weiterentwicklung der Qualität des Schulsystems, die Förderung spezifischer Begabungen von Schülern und die Verbesserung der Berufswahl. Die Erhöhung der Leistungsfähigkeit und der Wirtschaftsnähe der Berufsausbildung ist ein weiteres spezifisches Ziel. Auf Grund des demografischen Wandels und der sinkenden Zahl junger Menschen, die in Mecklenburg-Vorpommern leben, droht mittelfristig ein Fachkräftemangel, der zum Hindernis für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes werden kann. Um diesem zu begegnen, erfolgt die Förderung der Berufsausbildung mit einer verstärkten Ausrichtung auf die Ausbildungsqualität und auf eine zukunftsorientierte Berufsstruktur, bei der möglichst viele Jugendliche eine abgeschlossene und verwertbare Ausbildung in zukunftsfähigen Berufen erhalten. Ein weiteres Hauptanliegen des zweiten Schwerpunktes ist es, Innovationen durch den Aufbau und die Entwicklung des Potentials von Fachkräften in der Forschung und durch eine verstärkte Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft zu verbessern. Dazu gehören u.a. eine Verbesserung der Ausbildung des akademischen Nachwuchses sowie der Verwertung von Forschungsergebnissen, die Unterstützung der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen bei Forschung und Transfer.

Mit einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft wird die Basis für die Entwicklung, Optimierung und Vermarktung neuer Verfahren und Produkte gelegt, um somit einen Beitrag zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen sowie zur Erschließung neuer Märkte zu leisten. Gleichzeitig soll damit der überwiegend strukturell bedingten Forschungs- und Entwicklungs- (FuE) Schwäche der Unternehmen begegnet und der FuE-Bereich als zentraler Zukunftsbereich der Unternehmen gestärkt werden. Hierbei wird insbesondere auch der Know-how- Transfers, der Transfer von Forschungsergebnissen und Wissen, aus dem Bereich der Hochschulen und Forschungseinrichtungen in die Unternehmen intensiviert und verbessert.

Insgesamt ist das spezifische Ziel darauf ausgerichtet, mittelfristig die Zahl der in den Unternehmen tätigen FuE- Beschäftigten zu erhöhen und darüber hinaus durch die damit mögliche verstärkte Innovationstätigkeit weitere Arbeitsplatzeffekte zu erreichen. Zur Stärkung des Humankapitals in Forschung und Entwicklung greifen verschiedene Förderaktivitäten. Dazu gehört beispielsweise die Unterstützung von hochbegabten Absolventen der Hochschulen des Landes im Rahmen eines Landesgraduiertenförderprogramms. Des weiteren sollen Patente zu marktfähigen Produkten und Dienstleistungen ausgebaut werden. Die konkrete wirtschaftliche Verwertung erfolgt zusammen mit Unternehmen. Mit Hilfe der ESF-Förderung kann darüber hinaus die Netzwerktätigkeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und  nternehmen gefördert werden. Unter angemessener finanzieller Beteiligung der Wirtschaft kann das Netzwerkmanagement mit Personal- und Sachkosten unterstützt werden.

3. Verbesserung des Zugangs zu Beschäftigung sowie der sozialen Eingliederung von benachteiligten Personen

Den Zugang zu Beschäftigung für Arbeitslose sowie die soziale Eingliederung von benachteiligten Personen zu erleichtern, sind Ziele des dritten Schwerpunktes im operationellen Programm des Europäischen Sozialfonds. Durch den Einsatz von ESF- Mitteln kann beispielsweise arbeitslosen Frauen und Männern der Zugang zu Beschäftigung erleichtert werden. Um Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern, sollen Angebote für bestimmte Zielgruppen gefördert werden, die Probleme haben einen Arbeitsplatz zu finden oder nur wenig sozial integriert sind. Dazu gehören unter anderem die Unterstützung von Jugendlichen mit Zugangsproblemen bei Ausbildung, Eingliederung in den Arbeitsmarkt und sozialer Integration, die Unterstützung der lokalen sozialen Entwicklung sowie die berufliche und soziale Integration von besonderen Problemgruppen (insbesondere Strafgefangene und Haftentlassene). Darüber hinaus ist ein weiteres Ziel, die Chancengleichheit für Frauen und Männer am Arbeitsmarkt zu verbessern.

Bewertungsbericht

ESF-Bewertungsbericht
Bewertung Weiterbildung und Beratung
Folgestudie Gleichstellung
Bewertung Gründungsförderung

Projektauswahlkriterien

Auswahlkriterien

Richtlinien

RL Gründerstipendium
RL_Verb_Vereinb_Arb_Fam_Privatleben
RL_Förderung _Unternehmensnachfolgen Handwerk (Meisterprämie) - A.2.3

Verordnungen

VO 1083 2006 Allgemeine Verordnung für EFRE und ESF
Entscheidung 2006 595 Aufstellung Konvergenzregionen
VO 1081 2006 ESF
VO 1828 2006 Durchfuehrungs-VO EFRE ESF
VO 1698 2005 ELER

Verzeichnis der Begünstigten

Verzeichnis der Begünstigten 2013

Ex-ante-Bewertung des Operationellen Programms ESF

Ex-ante-Bewertung des Operationellen Programms zur Umsetzung des ESF

Nationaler Strategischer Rahmenplan

Nationaler Strategischer Rahmenplan für den Einsatz der EU-Strukturfonds in der Bundesrepublik Deutschland 2007 - 2013

Operationelles Programm ESF

Operationelles Programm ESF

Operationelles Programm des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Ziel Konvergenz
Förderperiode 2007 bis 2013

Strategische Kohäsionsleitlinien der EU

Strategische Kohäsionsleitlinien der EU

Gemeinsamer Bewertungsplan für die Operationellen Programme

Gemeinsamer Bewertungsplan für die Operationellen Programme

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern
ESF-Fondverwaltung/-steuerung, Referat 340
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin
Eberhard Messmann
Telefon: 0385-588 5340