Montagebau-Neptun Rostock GmbH erweitert Betriebsstätte

Glawe: Schiffswerften, Offshore-Industrie, Motorenindustrie und Hafenbau – vielfältiges Fertigungsspektrum des Stahlbauers – 49 Arbeitsplätze werden gesichert und fünf Jobs neu geschaffen

Nr.98/19  | 10.04.2019  | Europamv  | europa-mv.de

Die Montagebau-Neptun Rostock GmbH plant eine Erweiterung ihrer Betriebsstätte. Das Unternehmen fertigt Großstahlbauteile bis 20 Tonnen Werkstückgewicht für regionale und überregionale Industriekunden. „Türme und Masten für Schiffswerften, Stahlbauten für die Offshore-Industrie sowie Anlagen- und Rohrleitungsbau – das Fertigungsspektrum der Montagebau-Neptun Rostock GmbH ist vielfältig. Jetzt soll weiter in den Standort investiert werden, um die Produktpalette zu erweitern. Mit den Investitionen werden 49 Arbeitsplätze gesichert und fünf Jobs neu geschaffen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

 

Neue Fertigungsstrecke entsteht

Rohrbiegerei, Rohrfertigung, Stahlbau, mechanische Bearbeitung, Offshore-Fertigung, Blech- und Profilwalzungen sowie Brücken- und Montagebau sind die Tätigkeitsschwerpunkte der Montagebau-Neptun Rostock GmbH. Jetzt ist vorgesehen, eine neue Fertigungsstrecke für die Produktion von montagefertigen Einbaumodulen für die Schienenfahrzeugindustrie zu errichten. Dafür sind Umbaumaßnahmen in einer bestehenden Halle geplant. In die Halle integriert wird eine zweite Kranführung mit zehn Tonnen Traglast für einen neuen Kran. Zudem werden Investitionen in den Maschinenpark getätigt, unter anderem eine Fräsmaschine, Schweißmaschinen und eine Schweißgasabsauganlage. „Das Unternehmen zeichnet sich durch eine hohe Innovationsbereitschaft aus. Stetig wird an neuen Verfahren zur Stahlbearbeitung geforscht und entwickelt, um für die Kunden passgenauer Produkte zu liefern“, sagte Glawe.

 

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei Montagebau-Neptun Rostock GmbH

Ein wichtiges aktuelles Forschungsprojekt des Unternehmens beinhaltet die Entwicklung einer innovativen verfahrenstechnischen Lösung zum hochgenauen Herstellen von Rohr-Flansch-Verbindungen durch sensorgestütztes Verschweißen in verschiedenen Ebenen. Das Wirtschaftsministerium hatte die Maßnahme aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit knapp 150.000 Euro unterstützt. „Produkt-, Prozess- und Organisationsinnovationen sind notwendig, um komplexen Herausforderungen des Marktes effektiv begegnen zu können. Die Montagebau-Neptun Rostock GmbH stellt sich diesen Herausforderungen“, sagte Glawe.

In der laufenden EU-Förderperiode bis 2020 wurden beim Wirtschaftsministerium die Mittel für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation um 50 Millionen Euro auf 218 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) aufgestockt.

 

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens für die geplante Erweiterung betragen 450.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 121.500 Euro.

Europäische Fonds in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern wurde für die Förderperiode 2014 bis 2020 als Übergangsregion, der mittleren von drei Förderstufen der Europäischen Union, eingestuft. Damit wird die positive Entwicklung im Land während der vorangegangenen Förderperiode sichtbar, als sich Mecklenburg-Vorpommern im europäischen Vergleich noch auf der Ebene der am wenigsten entwickelten Regionen befand. Von 2014 bis 2020 stehen Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 2,289 Milliarden EURO Fördermittel zur Verfügung - und zwar aus dem

  • Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE),
  • Europäischen Sozialfonds (ESF),
  • Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Mecklenburg-Vorpommern beim Treffen der EU-Kommunikationsbeauftragten für Kohäsionspolitik

Die in einem EU-weiten Netzwerk organisierten „Cohesion Policy Communicators“ der Mitgliedsländer bewerben die EU-Kohäsionspolitik und vor allem viele einzelne Förderprojekte in der Öffentlichkeit. Bei internationalen Treffen tauschen sie Erfahrungen mit einschlägigen Kampagnen aus. Erste Ideen für die nächste Förderperiode von 2021 bis 2027 werden entworfen. Mecklenburg-Vorpommern war beim diesjährigen Treffen der Kommunikationsbeauftragten in Palermo, Italien, u.a. mit einem Beitrag zum „market place“ dabei. Die „give-aways“ tragen jetzt den Namen Mecklenburg-Vorpommerns sowie einige lokale Projektbeispiele in jede Region Europas.

Die Agenda, weitere Informationen zur Veranstaltung und einzelne Präsentationen finden Sie hier.

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