Mach doch einfach MI(N)T! Girls´Day–Auftakt 2019 gemeinsam mit der Hochschule Wismar

Gemeinsame Pressemitteilung Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V., Deutscher Gewerkschaftsbund Bezirk Nord und Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung

Nr.054 - Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung  | 26.03.2019  | Europamv  | europa-mv.de

Mit spektakulären Show-Acts, interessanten Showvorlesungen und spannenden Mitmach-Aktionen auf der Campuswiese und in den Fakultäten startet der Girls´Day am 28. März 2019 in Mecklenburg-Vorpommern.

Gemeinsam mit der Hochschule Wismar und kooperierenden Unternehmen werben Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften als Partner der Girls´Day-Aktion in MV mit diesem Auftakt bei Schülerinnen für mehr Mut zu MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik).

Etwa jede/-r sechste Beschäftigte in MV ist in einem dieser Berufe tätig, die eng mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik verbunden sind.

„Bislang sind MINT-Berufe eine Männerdomäne“, weiß Dr. Ute Messmann, Geschäftsführerin der Vereinigung der Unternehmerverbände für Mecklenburg-Vorpommern e. V. Nur knapp 16 Prozent aller MINT-Beschäftigten in MV sind weiblich. „Experimentiert, forscht und probiert euch heute an den verschiedenen Stationen aus.“, fordert sie die Schülerinnen auf. „Entdeckt, wieviel MINT in euch steckt und geht mit Selbstvertrauen in die Berufs- und Studienwahl – die Unternehmen, die hier mit dabei sind, signalisieren - die Wirtschaft braucht euch!“

„Eine MINT-Qualifikation ermöglicht sehr gute Chancen auf Karriere und persönliche Entwicklung“, bestätigt Lisanne Straka, Abteilungsleiterin Frauen- und Gleichstellungspolitik beim DGB Bezirk Nord. „Nicht nur der Spaß am Beruf zählt, sondern genauso wichtig ist es auf das Gehalt zu achten und zu schauen, wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geregelt werden kann“, gibt Straka den Schülerinnen auf den Weg zur Berufswahl mit.

„Ich wünsche mir, dass Mädchen und Jungen sich frei und offen für ihren individuellen Berufsweg entscheiden können. Lang gewachsene Muster in der Ausbildungs-, Studien- und Berufswahl müssen wir daher auflösen. Dank des Girls‘ und Boys‘ Day haben die Mädchen und Jungen die Möglichkeit, ganz klischeefreie Einblicke in verschiedenste Berufe zu nehmen. Ich bin allen teilnehmenden Unternehmen und Einrichtungen sehr dankbar, dass sie ihre Türen für einen beruflichen Schnuppertag öffnen“, betont Sozialministerin Stefanie Drese, die gemeinsam mit dem Rektor der Hochschule und den Vertreterinnen der Sozialpartner den Tag eröffnet und sich den Fragen der Schülerinnen in einer Podiumsdiskussion stellt.

Parallel zum Girls´Day findet auch in Mecklenburg-Vorpommern der Boys´Day statt. Hier erkunden Schüler Berufe aus den Bereichen Soziales, Pflege, Erziehung und Dienstleistungen.

In Mecklenburg-Vorpommern werden Girls´Day und Boys´Day über ein Sozialpartnerschaftsprojekt der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e.V. (VU) sowie des DGB Nord begleitet und sind Bestandteil des Projektes „BOGEN - Berufsorientierung Genderreflektiert I Nachhaltig“.

Das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern fördert das Projekt im Rahmen der Richtlinie zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben (A.4.1) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds

Die Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg- Vorpommern e.V. ist die Dachorganisation von derzeit 46 Arbeitgeber-, Wirtschafts-, Fach- und Regionalverbänden in Mecklenburg-Vorpommern und zugleich Landesvertretung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und Landesvereinigung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Gewerkschaften zählen in den drei Ländern zusammen rund 400.000 Mitglieder. Der DGB ist der Bund der Gewerkschaften. Gemeinsam vertreten der Bund und die Mitgliedsgewerkschaften die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Europäische Fonds in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern wurde für die Förderperiode 2014 bis 2020 als Übergangsregion, der mittleren von drei Förderstufen der Europäischen Union, eingestuft. Damit wird die positive Entwicklung im Land während der vorangegangenen Förderperiode sichtbar, als sich Mecklenburg-Vorpommern im europäischen Vergleich noch auf der Ebene der am wenigsten entwickelten Regionen befand. Von 2014 bis 2020 stehen Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 2,289 Milliarden EURO Fördermittel zur Verfügung - und zwar aus dem

  • Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE),
  • Europäischen Sozialfonds (ESF),
  • Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).

Mecklenburg-Vorpommern beim Treffen der EU-Kommunikationsbeauftragten für Kohäsionspolitik

Die in einem EU-weiten Netzwerk organisierten „Cohesion Policy Communicators“ der Mitgliedsländer bewerben die EU-Kohäsionspolitik und vor allem viele einzelne Förderprojekte in der Öffentlichkeit. Bei internationalen Treffen tauschen sie Erfahrungen mit einschlägigen Kampagnen aus. Erste Ideen für die nächste Förderperiode von 2021 bis 2027 werden entworfen. Mecklenburg-Vorpommern war beim diesjährigen Treffen der Kommunikationsbeauftragten in Palermo, Italien, u.a. mit einem Beitrag zum „market place“ dabei. Die „give-aways“ tragen jetzt den Namen Mecklenburg-Vorpommerns sowie einige lokale Projektbeispiele in jede Region Europas.

Die Agenda, weitere Informationen zur Veranstaltung und einzelne Präsentationen finden Sie hier.

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