Vermarktungskonzept für Gewerbeflächen in Pasewalk vorgestellt

Glawe: Region soll für Unternehmensansiedlungen attraktiver werden

Nr.345/18 - Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit  | 22.10.2018  | Europamv  | europa-mv.de

Der Industrie- und Großgewerbestandort Pasewalk soll für die Neuansiedlungen von Unternehmen attraktiver werden. Mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums ist ein Vermarktungskonzept erstellt worden, das am Montag in Pasewalk vorgestellt wurde. „Das Ziel ist, die Alleinstellungsmerkmale des Wirtschaftsstandortes Pasewalk herauszuarbeiten und daraus folgend einen Maßnahmenkatalog zu erstellen. Dann können wir das Industrie- und Großgewerbegebiet zukünftigen Investoren optimal präsentieren. Davon wird die gesamte Region profitieren, denn mit Neuansiedlungen entstehen neue Arbeitsplätze vor Ort“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

„Der Landesteil Vorpommern hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt. Noch nie war die Arbeitslosenquote so niedrig und die wirtschaftliche Lage so stabil. Die Schaffung und der Erhalt von Arbeitsplätzen bleibt aber das wichtigste Thema in der Region. Dafür werden Unternehmen bestens erschlossene Gewerbeflächen in Pasewalk vorfinden. Die Nähe zu Stettin ist ein echter Standortvorteil. Wir unterstützen alle Akteure weiterhin kräftig“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann.

Vermarktung als „Industriepark Berlin-Szczecin (Stettin)“

Die Stadt Pasewalk im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist ein Wirtschaftsstandort mit gut erschlossenem Gewerbeflächenangebot und liegt verkehrsgünstig mit Anbindungen an wichtige internationale Straßen, Autobahn- und Schienenstrecken. Traditionelle Wirtschaftszweige der Stadt sind die Lebensmittelindustrie, Baustoffindustrie, Baugewerbe und Handwerk. Im Kern geht es um drei Flächen – den Großstandort Pasewalk (für Industrie und Gewerbe), das Gewerbegebiet „Torgelower Straße West“ und das Gewerbegebiet „Torgelower Straße Ost“. „Die Region soll künftig unter anderem Pasewalk als Industrieproduktionsstandort im norddeutschen Mittelpunkt zwischen den Metropolen Berlin und Stettin positionieren. Aus diesem Grund trägt die Gewerbefläche den Namen „Industriepark Berlin-Szczecin (Stettin)“. Weiterhin ist angedacht, Aktivitäten der Agrar- und Lebensmittelindustrie und der Logistikbranche zu verstärken. Um im Standortwettbewerb bei potentiellen Investoren zu bestehen, ist es notwendig, infrastrukturell gut ausgestattete Flächen anzubieten. Dabei unterstützen wir die Kommunen“, sagte Glawe. „Wir wollen Vorpommern im In- und Ausland verstärkt als Industriestandort vermarkten und auf die vorhandenen Unternehmen als Arbeitgeber aufmerksam machen. Dabei soll die Region für Ansiedlungen noch intensiver beworben werden. Im besonderen Fokus steht neben dem Standort Pasewalk auch das Pommerndreieck bei Grimmen“.

Wirtschaftsministerium und Vorpommernfonds unterstützen vor Ort

Wirtschaftsminister Glawe übergab gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann einen Zuwendungsbescheid an die Stadt Pasewalk für die Erarbeitung eines Bebauungsplans für den Industriegewerbestandort. Die Gesamtkosten betragen 247.000 Euro; die Stadt erhält 200.000 Euro zu gleichen Teilen vom Wirtschaftsministerium und aus dem Vorpommernfonds.

Das Wirtschaftsministerium hat zudem die Landeswirtschaftsfördergesellschaft „Invest in Mecklenburg-Vorpommern“ für die Konzepterstellung zur Vermarktung und Positionierung des Großstandortes Pasewalk in Höhe von 100.000 Euro aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) unterstützt.

Informationen zu Investitionen in Vorpommern

Seit dem Jahr 1990 wurden in Vorpommern für 3.035 neue Investitionsvorhaben Investitionszuschüsse in Höhe von rund 1,31 Milliarden Euro bezogen auf ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 5,19 Milliarden Euro ausgereicht. Daraus sind rund 24.300 neue Arbeitsplätze entstanden und rund 40.400 Jobs gesichert worden.