Projekt „Mittendrin“ im Altkreis Bad Doberan bringt Langzeitarbeitslose zurück in den Arbeitsmarkt

Glawe: Individuelle Betreuung fördert Stärken eines jeden Einzelnen

Benjamin Hermann konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Beikoch arbeiten. Im Rahmen des Projektes absolvierte er einen Lehrgang zum Baumaschinenführer und ist seit April 2018 unbefristet bei der Landbau Koch GmbH beschäftigt. Foto: ibu gmbh Details anzeigen
Benjamin Hermann konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Beikoch arbeiten. Im Rahmen des Projektes absolvierte er einen Lehrgang zum Baumaschinenführer und ist seit April 2018 unbefristet bei der Landbau Koch GmbH beschäftigt. Foto: ibu gmbh
Benjamin Hermann konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Beikoch arbeiten. Im Rahmen des Projektes absolvierte er einen Lehrgang zum Baumaschinenführer und ist seit April 2018 unbefristet bei der Landbau Koch GmbH beschäftigt. Foto: ibu gmbh
Benjamin Hermann konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Beikoch arbeiten. Im Rahmen des Projektes absolvierte er einen Lehrgang zum Baumaschinenführer und ist seit April 2018 unbefristet bei der Landbau Koch GmbH beschäftigt. Foto: ibu gmbh
Nr.269/18 - Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit  | 27.08.2018  | Europamv  | europa-mv.de

In Kooperation mit dem Jobcenter Bad Doberan betreut das „institut für berufsbildung und umschulung“ (ibu) gmbh in einem Projekt ältere Langzeitarbeitslose und von Langzeitarbeitslosigkeit Bedrohte, um diese wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. „Ziel ist es, die Teilnehmer auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vorzubereiten. Dafür werden zunächst die persönlichen Potenziale identifiziert sowie Schlüsselqualifikationen entwickelt, um die individuellen Handlungskompetenzen zu verbessern. So werden die Stärken jedes Einzelnen gefördert. Und: Vor allem die enge Kooperation mit Arbeitgebern aus der Region tragen dazu bei, dass die Projektteilnehmer frühzeitig zu potentiellen Unternehmen Kontakt finden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

 

Frühes Kennenlernen von Projektteilnehmern und Arbeitgebern ist wesentlich für den Erfolg

Zum Beginn des Projektes durchlaufen die vom Jobcenter zugewiesenen Teilnehmer eine erste Phase mit individuellen Gesprächen und zielgerichteten Förderungen. Anhand der Ergebnisse werden konkrete Pläne für die Rückkehr in die Arbeitswelt gefasst. Bereits in dieser Phase beteiligen sich die Netzwerkpartner wie beispielsweise die Industrie- und Handelskammer zu Rostock, der Unternehmerverband Rostock Mittleres Mecklenburg e.V. sowie die Kreishandwerkerschaft Rostock-Bad Doberan intensiv, um gemeinsam mit den Projektverantwortlichen altersgerechte Arbeitsplätze ausfindig zu machen. Direkt im Anschluss werden betriebliche Einsätze organisiert. „Das frühzeitige Kennenlernen von potentiellen Arbeitgebern und den Projektteilnehmern ist ein wesentlicher Baustein für eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. Wichtig ist ebenfalls, dass die Arbeitnehmer auch nach der Arbeitsaufnahme weiterhin individuell betreut werden, um gezielte Hilfestellungen zu geben“, sagte Glawe. In den ersten zwei Projektphasen in den Jahren 2016 und 2017 sind 43 Teilnehmer erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert worden.

 

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Im aktuellen Förderzeitraum vom Januar 2018 bis Dezember 2019 betragen die Gesamtkosten des Projektes rund 294.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von knapp 133.000 Euro.

 

Weitere Informationen

Das Projekt basiert auf den über zehnjährigen Erfahrungen und Erfolgen der ibu gmbh bei der Aktivierung und Integration älterer Arbeitsloser in den Arbeitsmarkt, womit ihnen die soziale Teilhabe ermöglicht wird. Als staatlich anerkannter Bildungsträger ist die Gesellschaft darüber hinaus in den vielen Tätigkeitsfeldern der Erwachsenenbildung wie etwa der Organisation von beruflichen Qualifizierungen in Mecklenburg-Vorpommern aktiv. Im Vordergrund steht dabei stets die Förderung und ganzheitliche Entfaltung eines jeden Einzelnen sowie die Verbesserung seiner Handlungskompetenzen. Eine aktive Mitarbeit in einem Unternehmernetzwerk von über 500 Betrieben und die tägliche Beobachtung des Arbeitsmarktes ermöglichen dabei weitere Kooperationsbeziehungen und eine zeitnahe Erfassung regionaler Beschäftigungspotentiale.

www.ibu-europe.de