Langfristige Planungssicherheit für die Schulsozialarbeit im Land

Nr.098 - Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung  | 25.05.2018  | Europamv  | europa-mv.de

„Die Finanzierung der Schulsozialarbeit aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds ist bis 2022 gesichert. Auch darüber hinaus besteht die Zusage der Landesregierung selbst bei eventuell wegbrechenden EU-Geldern die Förderung gegebenenfalls aus Landesmitteln fortzusetzen.“ Sozialministerin Stefanie Drese hat sich auf dem heutigen Fachtag Schulsozialarbeit zum langfristigen Engagement des Landes für die wichtige Arbeit der Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter bekannt. In der aktuellen ESF-Förderperiode setzt das Land bis 2022 ca. 35,9 Mio. Euro für die Schulsozialarbeit ein.

„Damit besteht Planungssicherheit für die Kommunen für viele Jahre und können mit den Trägern mehrjährige Verträge geschlossen werden“, verdeutlichte Drese heute in Güstrow. Gleichzeitig ist nach Angaben der Ministerin das Landesprogramm, das seit 2017 die sukzessiv aufgebrauchten Restmittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket der Kommunen abfedert, dauerhaft angelegt. Drese: „Dadurch ergänzen wir mit jährlich bis zu 1,8 Millionen Euro zusätzlich die ESF-geförderte Schulsozialarbeit.“

Ministerin Drese bezeichnete in ihrer Rede auf dem Fachtag die Schulsozialarbeit als ein zentrales Angebot der Jugendhilfe für Kinder, Jugendliche sowie deren Eltern. „Sich ständig verändernde Anforderungen an Schule und auch zunehmende Problemlagen machen Schulsozialarbeit in unserem Land zu einem immer bedeutsameren Unterstützungsangebot für Schülerinnen und Schüler, deren Erziehungsberechtigten und für die Lehrkräfte. Die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter sind Anwälte der Kinder und Jugendlichen und Mittler zwischen Jugendhilfe, Elternhaus und Schule“, sagte Drese.  

Drese: „Für eine eigenständige und unabhängige Arbeit halte ich die Verankerung der Schulsozialarbeit in der Jugendhilfe für sehr wichtig. So sind auch die fachliche Anbindung an einen Träger der Jugendhilfe und der Austausch von fachlichem Knowhow gewährleistet und wird die Netzwerkarbeit im Gemeinwesen erleichtert.“

Hierzu arbeiten nach Angaben von Ministerin Drese die Fachkräfte der Schulsozialarbeit außerhalb der Schule eng mit potentiellen Arbeitgebern und Arbeitgebervertretern, der Agentur für Arbeit und den Trägern der Grundsicherung, diversen Einrichtungen des Gesundheitswesens, der Polizei sowie Freizeiteinrichtungen zusammen. „Dadurch werden das Angebot und die Möglichkeiten in der Schule bereichert“, betonte Drese.

Hintergrund:

Der Fachtag Schulsozialarbeit ist eine Veranstaltung des Ministeriums für Soziales, Integration und Gleichstellung in Kooperation mit dem Landesfachverband Schulsozialarbeit MV und dem Zentrum für Praxis und Theorie der Jugendhilfe, Schabernack e.V. Aus den am Fachtag herausgearbeiteten Handlungs- und Fortbildungsbedarfen wird das Sozialministerium in den nächsten Monaten im Zusammenwirken mit den Landkreisen und kreisfreien Städten ein Positionspapier zur Zukunft der Schulsozialarbeit im Land erarbeiten.