Kinder, Jugendliche und Studierende fordern mehr Beteiligung an Europapolitik

Nr.WKM Nr.162/22  | 14.11.2022  | Europamv  | europa-mv.de

Beim „Europäischen Fest der Jugend“ in der Schweriner M-Halle haben auf Einladung des Europaministeriums mehr als 100 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ihre Visionen, Themen und Erwartungen an die Politik sowohl des Landes als auch in Brüssel formuliert.

Europaministerin Bettina Martin, Christian Winter, der Vorsitzende der Enquetekommission „Jung sein in MV“, Niklas Nienaß, Mitglied des Europäischen Parlaments und weitere Mitglieder des Landtages trafen mit den Teilnehmenden zusammen.

Das Jahr 2022 wurde von der EU-Kommission zum Europäischen Jahr der Jugend ausgerufen. Unter dem Motto „Meine Vision für Europa“ hat das Europaministerium in MV in den vergangenen Monaten mehr als 20 Veranstaltungen im ganzen Bundesland gemeinsam mit den Kooperationspartnern des Europanetzwerks gefördert und unterstützt.

Auf dem Europäischen Fest der Jugend hatten die Kinder und Jugendlichen die Gelegenheit, ihre Ergebnisse der dezentralen Workshops zu präsentieren und mit den anwesenden Politikerinnen und Politikern zu diskutieren. Zum Abschluss überreichten die Kinder und Jugendlichen den anwesenden Politikerinnen und Politikern ihren gemeinsam erarbeiteten Forderungskatalog „Meine Vision für Europa“.

Frieden, eine gesunde Umwelt, mehr Mitspracherechte für Jugendliche, Mobilität und mehr Gleichberechtigung zählten zu den zentralen Forderungen, die die Kinder und Jugendlichen in ihrem Forderungskatalog zusammentrugen.

Europaministerin Bettina Martin erklärt dazu: „Das war ein toller Abschluss für das Europäische Jahr der Jugend in Mecklenburg-Vorpommern. Die Kinder und Jugendlichen haben uns deutlich gemacht, dass sie sich einmischen wollen und dass sie zurecht erwarten, dass wir ihre Forderungen ernst nehmen. Wir werden den Forderungskatalog sowohl in die Arbeit meines Ministeriums als auch der Enquetekommission „Jung sein in MV“ und nach Brüssel mitnehmen. So wird das Engagement wirksam in der Politik. Ich bin sehr beeindruckt von den vielfältigen Formen des Engagements und den Forderungen, die zusammengekommen sind. Die Jugend ist die Zukunft Europas und ein friedliches und geeintes Europa ist die Zukunft der Jugend. An diesem Tag ist mir wieder einmal deutlich geworden, wie wichtig es ist, jungen Menschen echte Mitsprachemöglichkeiten zu eröffnen. Und deshalb ist es ein großer Erfolg, dass wir in der vergangenen Woche in Mecklenburg-Vorpommern das Wahlrecht ab 16 für die Landtagswahlen und im Bund das Europawahlrecht ab 16 beschlossen haben.“

Christian Winter, Vorsitzender der Enquetekommission „Jung sein in MV“, teilt mit: „Die Enquetekommission steht noch am Anfang ihrer Arbeit. Wir haben hier wichtige Themenschwerpunkte und Lösungsideen aus dem Europäischen Fest der Jugend gewonnen. Die Landtagsabgeordneten konnten auch Eindrücke und Vorschläge für ihre tägliche Arbeit außerhalb der Kommission mitnehmen. Von den jungen Menschen ging eine ansteckende Leidenschaft aus, die zeigt, dass Europa nicht nur eine Idee, sondern quicklebendig und in steter Entwicklung ist. Ich glaube, dass jeder und jede nach diesem Fest noch motivierter für europäisches Engagement ist. Das hat Zukunft!“

Niklas Nienaß, Mitglied des Europäischen Parlaments, erläutert: „Das Europäische Jahr der Jugend hat versucht, jungen Menschen eine besondere Aufmerksamkeit zu geben. Doch es reicht nicht, gelegentlich Jugendliche mal nach ihrer Meinung zu fragen. Stattdessen braucht es dauerhafte Beteiligungsformate mit echter Entscheidungskompetenz. Das nehme ich als Hausaufgabe mit nach Brüssel. Ich bin beeindruckt von der Professionalität, der Kreativität und dem Enthusiasmus der jungen Menschen für Europa. Eins ist sicher: die Zukunft Europas liegt bei der künftigen Generation in guten Händen.“

Das Abschlussfest war in Form eines großen Workshops organisiert. An Informationsständen, mit Filmen, Fotos, einer Performance, Gesprächen und Diskussionen erarbeiteten die Teilnehmenden ein Abschlussdokument. Die Grafikdesignerin Karen Obenauf brachte die Ideen und Forderungen im „Sketch-Noting-Verfahren“ zu Papier. Die Grafik wurde der Enquetekommission „Jung sein in M-V“ zum Abschluss übergeben.

Die Partner für die Organisation und Umsetzung der Veranstaltungen zum Europäischen Jahr der Jugend in MV und beim Europäischen Jahr der Jugend in Schwerin waren u.a. die Europa Union MV, die Friedrich-Ebert-Stiftung, das Goethe-Gymnasium Schwerin, das Europäische-Integrationszentrum Rostock, die John-Brinkmann-Schule Schwerin, die Lokale-Erasmus-Initiative Rostock, der Theaterjugendclub Schwerin, der Sommerworkshop des Mecklenburgischen Staatstheaters und der Landesjugendring. Abgeordnete und Mitarbeitende aller Landtagsfraktionen waren beim Abschlussfest vertreten.

Eindrücke und Ergebnisse des „Europäischen Fests der Jugend“ veröffentlicht das Europaministerium auf seinen Social-Media-Kanälen (@wkm_mv bei Instagram und @wkmmv bei Facebook) und auf der Schwerpunktseite www.europa-mv.de.

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