Rohbaubesichtigung im Zoo Schwerin

Glawe: Schweriner Zoo wandelt sich zum Artenschutz-Zoo – Rote-Liste-Zentrum ist Meilenstein für inhaltliche Ausrichtung der Anlage

Nr.324/20 - Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit  | 02.09.2020  | Europamv  | europa-mv.de

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat sich am Mittwoch im Schweriner Zoo über den Rohbau einer neuen Anlage informiert. „Der Schweriner Zoo wandelt sich – in der Landeshauptstadt soll ein Artenschutz-Zoo entstehen. So werden vorwiegend die Tierarten gezeigt, die einer hohen Gefährdungskategorie angehören. Ein wichtiger Meilenstein dabei ist die Errichtung des Rote-Liste-Zentrums, das beispielhaft an sieben Arten zeigt, welche Tiere vom Aussterben bedroht sind. Ein wichtiger Ansatz, um die Aufmerksamkeit der Besucher auf das bedeutende Thema zu lenken“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

 

Asiatischer Löwe steht im Mittelpunkt der neuen Anlage

Vorgesehen ist, dass in der Anlage vom Aussterben bedrohte Tierarten vorgestellt werden. Das neue Gebäude ist unmittelbar hinter dem Eingangsbereich platziert. Dort entstehen ein Hauptgebäude mit Einsichten zu den asiatischen Löwen, zu den Gelbrückenduckern sowie drei kleine Terrarien für Amphibien und Reptilien. Im Außenbereich bietet eine Terrasse Einblicke auf die Außenanlagen mit Giraffen und Straußen. Der Besucherweg vom Eingang zum Gebäude soll das Thema „Bedrohte Tierarten“ aufnehmen. Leitart ist der Asiatische Löwe, für den der größte Teil des Komplexes gestaltet wird. Er steht für die Gruppe der als stark gefährdet eingestuften Tierarten. Ebenfalls neu im Zoo werden Gelbrückenducker – eine potenziell gefährdete Antilopenart – einziehen. Damit ist der Schweriner Zoo nach eigenen Angaben einer von vier Tiergärten in Europa, der diese Art hält und stark mit nordamerikanischen Zoos kooperiert. Den drei asiatischen Löwen steht nach Fertigstellung eine 3.500 Quadratmeter große Freianlage zur Verfügung. „Zu Ostern im kommenden Jahr soll alles fertig sein. Dann haben Besucher die Möglichkeit, in dem 700 Quadratmeter großen Gebäude die Tiere zu beobachten und sich zugleich über Artenschutz umfangreich zu informieren“, sagte Glawe.

 

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestition für die Maßnahme beträgt rund 4,7 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 4,1 Millionen Euro.

Das Wirtschaftsministerium hat seit 2008 insgesamt 33 Vorhaben für Fördermaßnahmen in Zoos und Tiergärten von Mecklenburg-Vorpommern mit 68,2 Millionen Euro bezuschusst. Die Gesamtausgaben für diese Maßnahmen belaufen sich auf knapp 83 Millionen Euro. Die Fördergelder stammen unter anderem aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) einschließlich Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) und des „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER).

 

Informationen zum Rote-Liste-Zentrum

Das Rote-Liste-Zentrum ist eine vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) beauftragte innerhalb einer Trägerinstitution eigenständig agierende Organisationseinheit. Die Arbeiten des Rote-Liste-Zentrums werden von zwei Gremien begleitet: Dem Rote-Liste-Beirat, dessen Mitglieder die ehrenamtlichen Bearbeiterinnen und Bearbeiter Roter Listen repräsentieren sowie einer Steuerungsgruppe, in der auch das Bundesamt für Naturschutz vertreten ist. Das Rote-Liste-Zentrum ist beim DLR Projektträger (DLR = Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) in Bonn angesiedelt. Weitere Informationen unter www.rote-liste-zentrum.de.

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