Wichtige Investitionen in den Forschungsstandort MV

3,3 Millionen Euro für wissenschaftliche Geräte in 2019

Nr.222-19  | 30.12.2019  | Europamv  | europa-mv.de

Das Land hat im Jahr 2019 die Anschaffung von zahlreichen wissenschaftlichen Geräten für die Hochschulen und die Universitätsmedizin finanziell unterstützt. Hierfür standen EU-Mittel im Umfang von ca. 3,3 Millionen Euro zur Verfügung. Die Fördermittel stammten aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

„Die Anschaffungen von wissenschaftlichen Geräten sind wichtige Investitionen in unseren Forschungsstandort“, betonte Wissenschaftsministerin Bettina Martin. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler benötigen moderne Technologien, um überhaupt arbeiten zu können und Ergebnisse zu erzielen, die die Forschung weiterbringen. Die Fördermittel der EU sind daher eine willkommene Unterstützung, denn viele dieser Hochleistungsgeräte sind sehr teuer“, sagte Martin.

Ausgewählte Förderungen im Überblick:

 

  1. Induktionserwärmungsanlage

Hochschule Wismar
Institut für Oberflächen- und Dünnschichttechnik
Förderung: 14.779,80 Euro

Das Vorhaben dient der Erforschung neuartiger multifunktionaler Emaille-Materialien und Beschichtungsverfahren. Dabei geht es vorwiegend um die Beschichtung maritimer Großobjekte mit korrosions- und bewuchshemmenden Oberflächenschichten sowie um die Beschichtung von Turbinenschaufeln von Gas- und Dampfturbinen zum Schutz gegen Nasskorrosion und Tröpfchenerosion.

  1. Präzisions-Senkerodiermaschine

Hochschule Wismar
Maschinenbau/Verfahrens- und Umwelttechnik
Förderung: 209.250,00 Euro

Die Präzisions-Senkerodiermaschine ermöglicht die wirtschaftliche Fertigung von hochgenauen Bauteilen, die aus schwer und/oder nicht mehr zerspanbaren Werkstoffen bestehen. Dabei können beliebige Freiformflächen und -formen mit Formelektroden gefertigt werden, die beispielsweise für Formeinsätze im Kunststoffspritzguss eingesetzt werden. Auch Anwendungen für pharmazeutische und medizintechnische Produkte, z. B. Dosierdüsen für Medikamente, können durch die beantragte Fertigungseinrichtung weiterentwickelt werden.

  1. Spektralphotometer „Periimplantitis“

Universitätsmedizin Greifswald
Zentrum für Zahn-,Mund- und Kieferheilkunde
Förderung: 18.895,39 €

Mit dem Spektralphotometer wird die Gewebeverträglichkeit der behandelten Oberflächen an Zellkulturen bestimmt. Außerdem können das „Wachstum“ überlebender Bakterien nach den Behandlungen und Enzymaktivitäten untersucht werden. Ziel ist eine neue Behandlungsstrategie zur Entfernung der Plaque an Implantaten durch eine Periimplantitistherapie. Es wird angenommen, dass, je sauberer die lmplantatoberfläche nach Behandlung ist, desto sicherer der Einheilungserfolg, der Wundverschluss und die Integration des Implantats im Knochen sein werden.

  1.   Lagertank für biologische Proben, stickstoffgekühlt (-196°C)

Universitätsmedizin Rostock
Molekulare Onkologie und Immuntherapie
Förderung: 28.449,00 Euro

Biobanken werden mittlerweile als essentielle strukturelle Voraussetzung zur Durchführung klinischer Studien angesehen. Für eine Erweiterung der Bio-Banking-Aktivitäten ist weitere Lagerkapazität für Bioproben zwingend notwendig.

  1. Gaschromatograph mit Tandemmassenspektrometer (GC-MS/MS)

Universitätsmedizin Rostock
Institut für Rechtsmedizin
Förderung: 127.396,50 Euro

Das GC-MS/MS ist ein Gerätesystem, das die (Fragment)Spektren der nachzuweisenden Substanzen aufzeichnet und somit den Nachweis und die zweifelsfreie Identifizierung der Substanzen ermöglicht. Da viele der neueren Substanzen und deren Metabolite im Blutserum häufig nur in sehr geringen Konzentrationen vorkommen und meist sehr wenig Untersuchungs-/Studienmaterial vorhanden ist, werden Gerätesysteme (u.a. GC-MS/MS) benötigt, die über sehr hohe Empfindlichkeiten für viele Analyte verfügen. Ziel ist es, insbesondere die immer neu auf den Drogenmarkt strömenden Substanzen durch den Aufbau analytischer Methoden und die Untersuchung/Bestimmung von bisher nicht identifizierten Metabolitenkonstellationen entgegenzutreten.

  1. System zur Evaluation von Schmerzwahrnehmung

Universitätsmedizin Rostock
Klinik für Neurologie, Campus Gehlsdorf
Förderung: 86.572,50 Euro

Mit dem System zur Evaluation von Schmerzwahrnehmung werden Patienten mit genetischen Erkrankungen untersucht, bei denen insbesondere schmerzhafte neuropathische Syndrome auftreten können oder bei denen genetische Polymorphismen vorliegen, die potentielle Auswirkung auf das Schmerzempfinden haben.

  1. Laborkneter

Universität Rostock
Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik
Förderung: 55.393,01 Euro

Mit dem Laborkneter ist es möglich, Forschung zur wirtschaftlichen additiven Fertigung von Metall- und Keramikkomponenten zu betreiben. Daher ist es das Ziel, mit dem Laborkneter eigenen Feedstock (Formmassenaufbereitung) herzustellen und somit die komplette CEM-Prozesskette – angefangen von der Materialaufbereitung, über die Herstellung von Bauteilen nach dem CEM-Verfahren bis hin zur Sinterung des Grünteils – abzubilden.

  1. Schallkamera

Universität Rostock
Lehrstuhl Windenergietechnik
Förderung: 30.255,75 Euro

Die Schallkamera ist eine sogenannte optische Kamera. Die optische Kamera besteht aus einem Mikrofonfeld und einer zugehörigen Software, die es erlaubt, Schallquellen in Bilder umzusetzen, also das Schallfeld zu visualisieren. Damit erhält man detaillierte Informationen zu den Bereichen eines Objektes, aus denen Schall abgestrahlt wird, und dem zugehörigen Schallpegel.

  1. Simulationsplattform für Motorenprüfstände

Universität Rostock
Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren
Förderung: 59.781,96 Euro

Mit der Simulationsplattform für Motorprüfstände wird eine erweiterte Nutzbarkeit der vier hochdynamischen vollautomatisierten Motorprüfstände im Maschinenlabor geschaffen. Mit der Simulationsplattform wird an Motorprüfständen der gekoppelte Betrieb von Verbrennungsmotor, E-Motor, Generator und Batterieanlage für unterschiedliche Fahrzeugarten untersucht. Die Simulationsplattform für Motorprüfstände erlaubt den Betrieb der Großmotoren im Maschinenlabor mit gasförmigen und flüssigen alternativen Kraftstoffen, ergänzt um einen virtuellen Elektroantrieb.

  1. Integriertes System zum Next Generations Sequencing plus Support Plan

Universitätsmedizin Rostock
Zentrum für Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin
Förderung: 84.049,67 Euro

Das MiSeq System wird zum Screening auf lmmungen-Rearrangements sowie zur Bestimmung minimaler Resterkrankungen eingesetzt. Die Bestimmung der Minimalen Resterkrankung ist eine der wichtigsten Methoden für die personalisierte Medizin bei Lymphomen und Leukämien mit großem wissenschaftlichem und ökonomischem Potenzial.

  1. Automatisiertes Patch Clamp System

Universitätsmedizin Rostock
Klinik für Herzchirurgie
Förderung: 45.182,81 Euro

Das Patch-Clamp System dient der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. Die Patch-Clamp-Technik ist ein elektrophysiologisches Messverfahren, mit dem sich Ströme durch einzelne Ionenkanäle in der Zellmembran untersuchen lassen. Um die physiologische Integrität der generierten Zellen zu überprüfen, sind Patch-Clamp-Analysen unumgänglich. Die Verifikation elektrophysiologischer Parameter ist essentiell für die spätere Nutzung der Zellen zur Medikamententestung sowie zur Etablierung eines biologischen Schrittmachers.

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