100. Integration eines Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt – Projekt „mittendrin LUP“ wirkt

Glawe: Neue Perspektiven durch Integrationsprojekte – über 2.200 Langzeitarbeitslose in Arbeit gebracht

Nr.326/19  | 12.11.2019  | Europamv  | europa-mv.de

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit und das Jobcenter Ludwigslust-Parchim fördern das Integrationsprojekt „mittendrin LUP“ in Trägerschaft der ibu institut für berufsbildung und umschulung gmbh. Jetzt ist im Rahmen des Projektes die 100. Integration eines zuvor Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt gelungen. „Das Projekt wirkt. Besonders hervorzuheben ist, dass gerade durch dieses Integrationsprojekt schwerpunktmäßig Personen im mittleren und höheren Alter in den Arbeitsmarkt integriert werden“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe am Dienstag in Schwerin. Die 100. Integration wurde an den Standorten Neustadt-Glewe und Parchim ermöglicht.

 

Reintegration von Arbeitslosen auf den 1. Arbeitsmarkt

Das Ziel des Integrationsprojektes „mittendrin LUP“ ist die Reintegration von älteren Langzeitarbeitslosen in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Mittels eines qualifizierten Profilings werden individuelle Potenziale erschlossen, reaktiviert oder ergänzt. „Wichtig ist es, dass durch die Arbeit vor Ort die Beschäftigungsfähigkeit der von Arbeitslosigkeit Betroffenen erhöht wird“, so Glawe weiter. In dem Projekt werden beispielsweise betriebliche Praktika organisiert, Workshops angeboten oder für Arbeitgeber die Qualifizierungen zur Arbeitsaufnahme der Projektteilnehmer ermöglicht.

Wirtschafts- und Arbeitsminister Glawe danke allen am Projekt Beteiligten: „Der engagierte Einsatz der Projektmitarbeitenden der ibu, die aktive Mitwirkung der Teilnehmenden und die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen bringen das Projekt weiter voran. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die Bereitschaft von immer mehr Unternehmen, auch Langzeitarbeitslosen eine Chance für Praktika und Beschäftigung zu geben“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

 

Neue Perspektiven durch Integrationsprojekte

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit sowie die Jobcenter im Land Mecklenburg-Vorpommern finanzieren aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) bzw. aus Eingliederungsmitteln seit dem Jahr 2015 gemeinsam Integrationsprojekte, mit denen Langzeitarbeitslose bei der Integration in den Arbeitsmarkt unterstützt werden. Die Regionalbeiräte Vorpommern, Mecklenburgische Seenplatte, Region Rostock und Westmecklenburg entscheiden auf der Grundlage regionaler Handlungskonzepte und konkreter Auswahlkriterien darüber, welche Projekte die höchsten Effekte für die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsförderung sowie die Regional-, Struktur- und Wirtschaftsentwicklung erwarten lassen und deshalb finanziell gefördert werden. „Die Integrationsprojekte eröffnen neue Lebensperspektiven für Langzeitarbeitslose. Darüber hinaus wird durch die Projektarbeit auch ein weiterer Beitrag zur Arbeits- und Fachkräftesicherung in Mecklenburg-Vorpommern geleistet“, betonte Glawe.

 

Über 2.200 Langzeitarbeitslose in Arbeit gebracht

Mit den in allen Landesteilen Mecklenburg-Vorpommerns aktiven Integrationsprojekten konnten zwischen Frühjahr 2015 und Sommer 2019 über 12.000 Personen erreicht werden (davon 5.226 Frauen und 6.820 Männer). Unter diesen Teilnehmenden waren 2.065 Personen mit Migrationshintergrund. „Bislang konnten 2.231 Übergänge aus den Integrationsprojekten in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse erzielt werden (Stand Ende Juni 2019). Wir werden die Projekte auch künftig weiter unterstützen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend.