Arbeitsmarkt November 2018

Glawe: Dynamischer Arbeitsmarkt, robuste Wirtschaft – Arbeitslosigkeit auf Tiefststand in einem November – Langzeitarbeitslosigkeit weiter abbauen

Nr.398/18 - Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit  | 29.11.2018  | Europamv  | europa-mv.de

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Arbeitslosen im November 2018 im Vergleich zum November des Vorjahres stark zurückgegangen. Insgesamt sind 59.800 Menschen arbeitslos gemeldet, 10,3 Prozent (-6.900 Arbeitslose) weniger als im November 2017. Die Arbeitslosenquote liegt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit aktuell bei 7,3 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Oktober ist die Zahl der Arbeitslosen um 2,6 Prozent (+1.500 Arbeitslose) gestiegen. „Der Arbeitsmarkt bleibt weiter dynamisch und die Wirtschaft robust. Erstmals ist die Arbeitslosenzahl in einem November unter 60.000 Arbeitslose gesunken. Die Zahlen zeigen insgesamt: Unternehmen stellen auch in den kühler werdenden Monaten weiter ein. Nur Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt bieten eine dauerhafte und nachhaltige Perspektive, bei uns im Land zu bleiben. Die Wetterabhängigkeit darf nicht zur Bremse der wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere in den Tourismusregionen in unserem Land werden. Wir brauchen weiter mehr ganzjährige Beschäftigung“, forderte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Donnerstag.

 

Mehr sozialversicherungspflichtige Jobs – weiterer Anstieg 2019 erwartet

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist weiter gestiegen. „Es gab bei uns im Land noch nie so viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte wie heute. Es handelt sich hierbei um einen echten Beschäftigungsaufbau. Wir haben die richtigen arbeitsmarkpolitischen Weichen gestellt und daran werden wir weiter arbeiten. Für 2019 stehen die Zeichen weiterhin sehr gut. Wir erwarten einen weiteren Anstieg der Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter um 1,0 bis 1,5 Prozent“, machte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe deutlich. 582.400 Menschen waren - aktuellste Angaben - im September 2018 in Mecklenburg-Vorpommern sozialversicherungspflichtig beschäftigt (+6.200 Stellen bzw. +1,1 Prozent im Vergleich zu September 2017). Vor allem in den Branchen Gesundheits- und Sozialwesen (+2.900 Stellen), in der Metall- und Elektroindustrie (+1.400) und im Bereich der Dienstleistungen (+1.200) sind zusätzliche Arbeitsplätze entstanden.

 

Langzeitarbeitslosigkeit weiter abbauen

Arbeitsminister Glawe hat dafür geworben, Integrationsprojekte weiter aktiv zu nutzen. Das Wirtschafts- und Arbeitsministerium und die Regionalbeiräte Vorpommern, Mecklenburgische Seenplatte, Region Rostock und Westmecklenburg unterstützen Arbeitslose und insbesondere Langzeitarbeitslose bei der Integration in den Arbeitsmarkt. „Durch die Förderung von Integrationsprojekten soll langzeitarbeitslosen Frauen und Männern mit besonderen Vermittlungshemmnissen der Zugang in den allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Das ist auch ein wichtiger Beitrag zur sozialen Integration durch Erwerbsarbeit. Die oft kleinteilige Projektarbeit vor Ort braucht einen langen Atem und viel Ausdauer“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend. In den Jahren 2015 bis 2017 wurden insgesamt zusammen bereits 94 Integrationsprojekte auf den Weg gebracht. Die Projekte werden überwiegend durch die örtlichen Jobcenter kofinanziert. In der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 stehen 22,41 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Im November gab es 21.350 Langzeitarbeitslose in Mecklenburg-Vorpommern. In den letzten fünf Jahren wurde die Langzeitarbeitslosigkeit um mehr als ein Drittel reduziert (-35,5 Prozent; -11.800).

 

Informationen zu Integrationsprojekten

Die Eingliederung der Teilnehmer von Integrationsprojekten in den Arbeitsmarkt wird durch familienunterstützende Maßnahmen mittels gesundheitsfördernder Aktivitäten durch die Vermittlung zu spezialisierten Beratungsstellen im Zuge mobilitätsfördernder Hilfen über projektbegleitende Qualifizierung, durch Praktika bzw. betriebliche Erprobung in Unternehmen oder Werkstätten sowie mittels weiterer vielgestaltiger Hilfen unterstützt.