Ein besonderer Ansatz zur besseren Akzeptanz der Moore

Nr.212/2018 - Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt  | 24.06.2018  | Europamv  | europa-mv.de

 

Umweltminister Dr. Till Backhaus hat heute (24. Juni) im Schloss Kummerow die erstmals ausgerichtete „Moorwoche“ am Kummerower See offiziell eröffnet. „Hier in der Region ist ein besonders gelungener Ansatz zur Akzeptanz und Nutzung der Moore entwickelt worden. Denn die Moorlandschaft wurde als Alleinstellungsmerkmal begriffen, das man für die Entwicklung der Region nutzen kann. Insbesondere wird auch ein kultureller Zugang zu dieser faszinierenden Lebenswelt eröffnet“, sagte der Minister.

In der „Moorwoche“ bis zum 1. Juli finden Naturführungen, kulturelle Veranstaltungen und Kinderaktionen statt, die das größte zusammenhängende Niedermoorgebiet Westeuropas an der Westpeene interaktiv vorstellen sollen. Veranstalter sind die verschiedensten Organisationen und Privatpersonen in der Region, deren Veranstaltungsangebote vom Regionalen Unternehmungsnetzwerk Mecklenburgische Schweiz koordiniert wurden.

Mit rund 300.000 Hektar und damit 13 Prozent der Landesfläche ist Mecklenburg-Vorpommern eines der moorreichsten Bundesländer. Die Nutzung der Moore war in früheren Zeiten vor allem mit einer Zerstörung der Moorkörper verbunden. „Zum Glück hat längst ein Umdenken eingesetzt. Moore gelten heute als unverzichtbare Ökosystemdienstleister. Sie sind die größten und effektivsten Kohlenstoffspeicher auf der Erde“, sagte der Minister. Um den Kohlendioxid-Ausstoß zu verringern, sei ihre Renaturierung deshalb alternativlos.

In der EU-Förderperiode von 2007 bis 2013 wurden insgesamt 23 Projekte mit Fördermitteln aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) von mehr als 11 Millionen Euro bewilligt. 15 Projekte konnten bereits erfolgreich abgeschlossen werden. In der jetzigen Förderperiode bis 2020 sind bisher 8 Projekte mit einem Fördervolumen von insgesamt ca. 1,1 Mill. Euro bewilligt.

Um die klimapolitischen Ziele erreichen zu können, sei es jedoch auch erforderlich, die Akzeptanz der Moore zu verbessern. „Deshalb bin ich von der Idee begeistert, den Mooren eine eigene Veranstaltungswoche zu widmen mit dem Ziel, über das Niedermoorgebiet am Kummerower See aufzuklären, für seine besondere Flora und Fauna und seine nachhaltige Nutzung zu sensibilisieren sowie es im Heimatbewusstsein der Region zu verankern“, so der Minister.