Schwesig: Gemeinsam an der Zukunft unseres Landes arbeiten ist unser Ziel

Nr.140/2018 - Ministerpräsidentin  | 21.06.2018  | Europamv  | europa-mv.de

Auf dem Sommerempfang der IHK zu Rostock hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig Unternehmer ermuntert, noch mehr für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern zu werben und selbst mutig voranzugehen: „Wir sollten gemeinsam für den starken Standort Mecklenburg-Vorpommern nach außen werben. Wir bieten moderne, gut erschlossene Gewerbeflächen, auch in den Seehäfen unseres Landes, direkt an der Kaikante. Dazu die gute Lage im Herzen Europas. Das sind starke Botschaften, mit denen wir werben müssen – selbstbewusst und gemeinsam“, betonte die Regierungschefin in ihrer Festrede. 

Selbstbewusstsein sei auch das Stichwort beim Blick in die Zukunft. „Selbstbewusst gestalten – gerade das ist beim Thema Digitalisierung entscheidend“, sagte die Ministerpräsidentin und verwies auf die Digitale Agenda, für die in den kommenden Jahren 1,5 Milliarden Euro aus Mitteln der EU, des Bundes und des Landes bereitgestellt werden. „Bei der Digitalisierung entscheidend voranzukommen, das hat für uns absolute Priorität.“ Ohne schnelle Netzanbindung könne sich die Wirtschaft nicht genügend entwickeln. „Ich möchte, dass wir auf dem Weg der Digitalisierung alle Menschen mitnehmen, dass alle das Gefühl haben: Die Vorteile überwiegen für mich.“ Es gebe Ängste um den Arbeitsplatz, um den Beruf insgesamt. „Es ist für mich wichtig, dass wir diese Ängste ernst nehmen und gemeinsam für die Chancen werben“, warb die Regierungschefin. Die Digitalisierung sei auch die Stunde der Weiterbildung. 

Eine große Herausforderung sei die Fachkräftesituation. Schwesig: „Vor allem geht es um guten Lohn. Ich bin überzeugt: Wir haben nur dann Chancen im Wettbewerb um die besten Köpfe, wenn die Menschen faire Löhne bekommen, von denen sie leben können. Deshalb werbe ich für mehr Tariflohn und Tarifbindung mit starken Tarifpartnern. Das Land hat mit dem Vergabemindestlohn und der Neuordnung der Wirtschaftsförderung seinen Teil dazu beigetragen, damit guter Lohn für gute Arbeit gezahlt wird.“ 

Gute Bedingungen für Fachkräfte und Unternehmen zu schaffen, ginge weit übers Werktor hinaus. „Dazu gehört die klassische Infrastruktur: Investitionen in die Häfen und in den Flughafen Rostock-Laage, in große Straßenprojekte hier im Kammerbezirk und in die B96 auf Rügen. Und natürlich die A20 bei Tribsees. Die Gründungsarbeiten für die Behelfsbrücke haben begonnen. Ich kann alle Unternehmerinnen und Unternehmer nur bitten: Lassen Sie uns diese schwierige Phase gemeinsam meistern. Gemeinsam an der Zukunft unseres Landes arbeiten – das ist unser Ziel.“