Greifswald erhält Zuschüsse für Radstation und Solarthermieanlage

Nr.121/18  | 05.06.2018  | Europamv  | europa-mv.de

Der Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Christian Pegel übergibt am Mittwoch (06.06.2018) zwei Zuwendungsbescheide an den Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, Dr. Stefan Fassbinder. Medienvertreterinnen und -vertreter sind zum Termin herzlich eingeladen.

Termin:       Mittwoch, 06.06.2018, 16.15 Uhr

Ort:             Greifswald
                    Caspar-David-Friedrich-Sporthalle,  Usedomer Weg 1

Die Hansestadt erhält einen Zuschuss in Höhe von 245.509 Euro (Fördersatz 75 Prozent) für die Errichtung einer Radstation am Bahnhof. Diese Mittel werden nach der Förderrichtlinie für die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen und Maßnahmen im öffentlichen Personennahverkehr aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt.

Die Errichtung einer Radstation in der Nähe des Greifswalder Bahnhofs ist ein Leitprojekt des Radverkehrsplans 2010 der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Durch die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes im Jahr 2014 sind zwar alle Abstellplätze dort geordnet und beleuchtet. Allerdings reichen die vorhandenen, teilweise überdachten Radabstellplätze nicht aus und bieten wenig Schutz gegen Vandalismus. Zum bisherigen Angebot im Bahnhofsumfeld werden daher weitere 136 witterungs- und diebstahlgeschützte Fahrrad-Stellplätze geschaffen. Das Bauwerk der Radstation soll eingeschossig in drei Modulen errichtet werden. In zwei Modulen sollen Doppelstock-Fahrradparker für jeweils 48 Fahrräder (insgesamt 96 Fahrräder) eingebaut werden. Ggf. können zusätzliche Stellflächen für Sonderräder (Liegeräder, Tandems, Lastenräder, Fahrradanhänger) innerhalb dieser Module vorgesehen werden. In einem dritten Modul sind 20 einzeln verschließbare Doppelstock-Fahrradboxen für insgesamt 40 Fahrräder vorgesehen.

Mit dem Vorhaben wird durch das sichere Abstellen der Fahrräder am Bahnhof die Verknüpfung zwischen den Verkehrsträgern Fahrrad, Bahn und Bus verbessert und somit der öffentliche Nahverkehr attraktiver gestaltet. Die Inbetriebnahme der Radstation ist für das dritte Quartal 2019 geplant.

Zudem erhält die Stadt einen Zuschuss in Höhe von 47.502,64 Euro (Fördersatz 50 Prozent) für die Errichtung einer Solarthermieanlage für die Caspar-David-Friedrich-Sporthalle. Die Fördermittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) dienen der Förderung von Projekten zur Umsetzung des Aktionsplans Klimaschutz gemäß der Klimaschutz-Förderrichtlinie Kommunen. Aufgrund des starken Sanierungsbedarfs der alten Sporthalle entsteht gegenwärtig ein Ersatzneubau. Die zu errichtende Solarthermieanlage soll neben Fernwärme als zweite Wärmequelle zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung dienen. Die vom 105 Quadratmeter großen Kollektorfeld gelieferte Energiemenge wird in einen Heizungspufferspeicher mit 8.000 Litern Fassungsvermögen eingespeist. Der Speicher soll die Differenzen zwischen der erzeugten und der verbrauchten Wärmeleistung ausgleichen. Jährlich können durch das Vorhaben 26.330 Kilowattstunden Strom und 6,330 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.