MV auf der Grünen Woche – regionale Produkte treffen auf internationale Politik

Nr.015/2017  | 17.01.2017  | Europamv  | europa-mv.de

Heute hat Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, den diesjährigen Auftritt Mecklenburg-Vorpommerns auf der 82. Internationalen Grünen Woche (IGW), der größten Messepräsentation des Landes, vor der Landespressekonferenz präsentiert.

„Das Jahr 2016 war ein sehr turbulentes Jahr, insbesondere für die Landwirtschaft. Umso mehr freut es mich, dass unsere Länderhalle auf der Grünen Woche auch in diesem Jahr wieder voll besetzt ist. 60 Aussteller präsentieren den täglich rund 40.000 Besuchern zehn Tage lang auf 1.800 qm2, was Mecklenburg-Vorpommern aus und stark macht. Darunter begrüßen wir auch sechs neue Gesichter. Viele der ausstellenden Unternehmen – und das ist uns wichtig – sind Beispiele dafür, dass sich ein zweites wirtschaftliches Standbein im landwirtschaftlichen Bereich auszahlt, vor allem in Krisenzeiten, wie wir sie derzeit immer wieder erleben“, betonte Backhaus.

„Die Darstellung von vielen positiven Seiten in Berlin dient in hohem Maße der Imagewerbung für das Land. Dass die MV-Halle laut Umfragen regelmäßig zu den Publikumslieblingen gehört, zeigt, dass das Konzept aufgeht. Auch ist die IGW ein riesiger Testmarkt für Produkte, Marken und Unternehmen aus MV“, so der Minister. Neu dabei sind in diesem Jahr unter anderem Vegaz Lunch, ein junges Unternehmen aus Rothenklempenow in Vorpommern, das biologische und vegane Fertiggerichte in höchster Qualität verspricht. Die Agrarproduktion Lübtheen GmbH, hat mit dem „Elbetaler“ eine neue Marke für die eigenen Produkte kreiert, die in Berlin erstmals vorgestellt wird.

Die Grüne Woche steht aber nicht nur für regionale Spezialitäten, sie ist auch Schauplatz der internationalen Agrarpolitik. Erstmals wird EU-Kommissar Phil Hogan in Deutschland darstellen, wie es mit der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik weitergehen soll. „Als Vorsitzland der Agrarministerkonferenz hat M-V die Europäische Landwirtschaftspolitik in 2016 maßgeblich beeinflusst. Unser Land wird sich auch künftig aktiv einbringen, damit die hiesige Land- und Ernährungswirtschaft wettbewerbsfähig bleibt“, so der Minister.

Auf der diesjährigen Grünen Woche werden die Landwirtschaftsminister der Norddeutschen Bundesländer mit Kommissar Hogan unter anderem über die Vermarktung von Freiland-Eiern vor dem Hintergrund der Vogelgrippe sprechen, kündigte Backhaus an. In M-V gilt seit dem 14. November die Stallpflicht. Wenn Freilandgeflügel über eine Frist von 12 Wochen hinaus kein Auslauf gewährt werden kann, wird daraus eine Bodenhaltung, für die am Markt geringere Preise gezahlt werden, erläuterte er das Problem. „Auf der Grünen Woche setzen wir uns auf EU-Ebene für eine Flexibilisierung der Fristen ein. Tierhalter, die sich an die tierseuchenrechtlich notwendigen Maßnahmen halten, dürfen dafür nicht auch noch bestraft werden.“

Auch wird Minister Backhaus auf der Grünen Woche eine Gemeinsame Absichtserklärung mit Estland unterzeichnen. Darin besiegeln beide Seiten, die langjährige Zusammenarbeit im Bereich Landwirtschaft und ländliche Entwicklung weiter fortzusetzen, insbesondere im ökologischen Landbau. Weitere Themenfelder des Abkommens sind die Aus- und Weiterbildung, der Praktikantenaustausch, der Wissenstransfer im Pflanzenschutz sowie gemeinsame Forschungsvorhaben zum Thema Sanddornanbau.

Ein zentraler Punkt für den Erfolg der MV-Halle ist das vielfältige künstlerische Programm, das in diesem Jahr von der Agentur „music & mee(h)r“ vorbereitet und begleitet wird. „Erstmals wird die MV-Halle mit einer großen LED-Leinwand ausgestattet sein, die die Besucher direkt in die einzigartigen Landschaften zwischen Ostsee und Müritz katapultiert. Ein besonderes Augenmerk legen wir diesmal auf den Landkreis Vorpommern-Rügen, der am 21. Januar den Ländertag Mecklenburg-Vorpommern gestaltet“, erläuterte Backhaus.

Auch wird sich unser Land am Schülerprogramm „Grüne Woche young generation“ beteiligen. Am Stand 209 können Kinder und Jugendliche unter Anleitung aus Äpfeln leckeren Apfelsaft herstellen und direkt vor Ort probieren. „Mit der Aktion wollen wir darauf aufmerksam machen, dass MV mehr zu bieten hat als Raps und Getreide. Auch blühende und reichtragende Streuobstwiesen machen den unvergleichlichen Charakter unseres Bundeslandes aus“, kommentierte der Minister. Als erstes und bisher einziges Bundesland bietet Mecklenburg-Vorpommern einen Streuobstgenussschein an. Mit dem Genussschein wird privates Kapital für den Erhalt und die Pflege von Streuobstwiesen akquiriert.

Weitere Informationen finden Sie auf www.gruene-woche-mv.de.

Am Freitag, den 27. Januar, ist die Grüne Woche von 10-20 Uhr geöffnet.