Bilanz Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern 2016 und Ausblick 2017

Glawe: Wirtschaft ist weiter im Aufwind – Herausforderungen sind Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge – Wirtschaftswachstum auch für 2017 erwartet

Nr.531/16  | 27.12.2016  | Europamv  | europa-mv.de

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe zieht zum Ende des Jahres eine positive Bilanz der wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2016. „Die Wirtschaft ist bei uns im Land weiter im Aufwind. Der Arbeitsmarkt erweist sich als dynamisch. Unternehmen investieren und stellen Personal ein. Getragen wird der Aufschwung vor allem vom verarbeitenden Gewerbe, dem Dienstleistungsbereich, dem Handwerk und der Gesundheitswirtschaft. Das wichtigste Ziel der Wirtschaftsförderung ist auch im kommenden Jahr die Sicherung und die Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Weiterhin positive Vorzeichen – Wirtschaftsleistung in MV wächst auch im Jahr 2017

„Für das Jahr 2016 ist ein guter Abschluss zu erwarten. Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern bleibt auf Wachstumskurs“, so Glawe. Die gesamtwirtschaftliche Leistung dürfte nach eigenen Schätzungen des Wirtschaftsministeriums 2016 auf Jahresbasis um etwa 1,5 bis 2 Prozent gewachsen sein. „Dieser Schwung dürfte sich im Jahr 2017 fortsetzen. Die Zeichen stehen auf weiteres Wirtschaftswachstum, vor allem in den binnenwirtschaftlichen Bereichen. Ein Plus von etwa 1 bis 1,5 Prozent sind 2017 möglich“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Das Bruttoinlandsprodukt in Mecklenburg-Vorpommern ist im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um +2,0 Prozent gewachsen.

Gewerbliche Wirtschaft: 740 neue Jobs - 2.880 Arbeitsplätze gesichert

Im Jahr 2016 wurden für 90 neue Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft insgesamt rund 46,1 Millionen Euro Zuschüsse des Wirtschaftsministeriums bewilligt. Dadurch können Investitionen in Höhe von 256,4 Millionen Euro realisiert werden. Mit Abschluss aller Vorhaben werden rund 740 Arbeitsplätze neu entstanden sein und über 2.880 Arbeitsplätze gesichert (Stand: Anfang Dezember). „Die Neuansiedlungen belegen, dass Mecklenburg-Vorpommern ein immer attraktiver werdender Wirtschaftsstandort für Unternehmen ist. Mit modernen Produktionsanlagen werden vor allem die Weichen gestellt, sich im zunehmend wichtiger werdenden überregionalen und weltweiten Wettbewerb behaupten zu können. Innovative Produkte sind Voraussetzung für mehr Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern. Wir werden die Rahmenbedingungen weiter verbessern“, betonte Glawe weiter. (Ausführliche Beispiele für Neuansiedlungen und Erweiterungen 2016 --> siehe ab Seite 3 folgend.)

Im Ausland um Investoren werben – Gewerbestandorte in Vorpommern vermarkten

„Das Werben in internationalen Märkten macht sich verstärkt in Ansiedlungserfolgen bemerkbar. Die jüngsten Neuansiedlungen aus der Schweiz, der Türkei oder auch Russland bestätigen uns, diesen Weg weiter zu gehen“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe. Auch Vorpommern wird weiter im Fokus stehen. „Wir werden beispielsweise die Gewerbestandorte in Vorpommern im kommenden Jahr noch intensiver vermarkten. Potential besteht vor allem in der nationalen und internationalen Präsentation der Großgewerbestandorte, beispielweise Grimmen (Pommerndreieck) und Pasewalk. Neuansiedlungen schaffen Arbeitsplätze in den Regionen“, machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich.

Anstehende Herausforderungen: Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge

„Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolgen sind für heimische Unternehmen große Herausforderungen. In vielen Unternehmen, die um die Wendezeit gestartet sind, findet ein Generationenwechsel statt. Unternehmensnachfolgen bieten dabei Chancen, sich eine Perspektive in der Heimat aufzubauen, das gesammelte Know-how der Unternehmen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Unser Land braucht mehr marktfähige, innovative Produkte und Geschäftsideen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Die Industrie- und Handelskammern des Landes schätzen, dass bis zum Jahr 2025 etwa 10.000 Unternehmen aus Altersgründen zur Übergabe anstehen. Um potentielle Unternehmensnachfolger zu unterstützen, wird das Projekt „Unternehmensnachfolge MV“ unter Trägerschaft der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern fortgeführt. Dort werden unter anderem abgebenden Unternehmern Hilfen bei der Suche nach einem Nachfolger und bei der Erstellung eines Übergabefahrplanes gegeben. Das Projekt wird aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) im Rahmen der Richtlinie „Förderung von Entrepreneurship“ in Höhe von rund 240.000 Euro unterstützt.

Meisterprämie wird fortgeführt - Meister-Extra wird aufgestockt

Um Existenzgründer bei der Unternehmensnachfolge zu unterstützen wird die „Meisterprämie“ weiter geführt. Handwerks- und Industriemeister können einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro als Unterstützung zum Lebensunterhalt erhalten, wenn sie erstmalig eine Existenz durch Übernahme eines Unternehmens gründen.

Das Meister-Extra wird aufgestockt. „Damit wird das persönliche Engagement für die Qualifikation anerkannt und der Meister-Titel als Gütesiegel für die Qualität im Handwerk und in der Industrie in Mecklenburg-Vorpommern gestärkt. Die Prämie bietet einen Anreiz, sich beruflich fortzubilden“, sagte Glawe. Jeder erfolgreiche Absolvent der beruflichen Weiterbildung zum Handwerks- oder Industriemeister erhält das Meister-Extra. Es ist vorgesehen, dass die Prämie zukünftig 2.000 Euro beträgt; die besten 50 Absolventen erhalten 5.000 Euro.

Neue Perspektiven im Schiffbau

Wirtschaftsminister Glawe ging auch auf die Entwicklung in der maritimen Wirtschaft ein. „Mit der Übernahme der drei Werftstandorte durch die Genting-Gruppe und der Entwicklung der MV Werften zur konzerneigenen Hauswerft für den Kreuzfahrtschiffbau haben sich für den Schiffbau und die gesamte maritime Industrie des Landes in diesem Jahr völlig neue Perspektiven eröffnet“, betonte Glawe. Er machte deutlich, dass die Zulieferer von der Entwicklung profitieren sollten. Darüber hinaus ist mit der Realisierung der geplanten Schiffbauprojekte eine Erhöhung der Aktivitäten in Forschung, Entwicklung und Innovation zu erwarten. „Die maritime Industrie wird in den nächsten Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Beschäftigungssicherung leisten. Bei der Bewältigung dieser Herausforderungen wird die Landesregierung den Unternehmen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Unterstützung leisten“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Regionale Beispiele für Neuansiedlungen und Erweiterungen 2016

Neuansiedlungen von Unternehmen

1. Produktionsstart für Unternehmen CLEARUM (März 2016)

 

Im Industriegebiet Poppendorf bei Rostock ist die Produktionsstätte des Medizintechnikspezialisten CLEARUM GmbH eröffnet worden. Vor Ort werden künftig Hohlfasermembranen, die im medizinischen Bereich Anwendung finden, produziert. Das Unternehmen hat eine Produktionsstätte für die Herstellung von synthetischen Hohlfasermembranen errichtet, die u.a. in Dialysatoren für die Blutreinigung zum Einsatz kommen. Diese werden zum Beispiel für Patienten mit Nierenerkrankungen benötigt. Das Gesamtvolumen der Investition in der ersten Ausbaustufe beläuft sich auf rund 14,8 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Errichtungsvorhaben mit Fördermitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 4,8 Millionen Euro. Die Finanzierung wurde ebenso durch eine Bürgschaft des Landes begleitet. Es entstehen 80 innovative Arbeitsplätze.

2. Richtfest für erste Industrieansiedlung aus der Türkei in Mecklenburg-Vorpommern (August 2016)

 

Im Mukran Port (ehemaliger Fährhafen Sassnitz auf der Insel Rügen) ist im August feierlich das Richtfest der Deutsche BOGENN GmbH, einer Tochterfirma der MIR Holding mit Sitz im türkischen Istanbul, begangen worden. Mit dem Ansiedlungsvorhaben werden mindestens 65 Industriearbeitsplätze entstehen. Der Geschäftsgegenstand der Deutsche BOGENN GmbH ist die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffrohren sowie Verbindungselementen in den Bereichen Trinkwasser, Abwasser, Heizung (sowohl Gebäude- als auch Versorgungsinfrastruktur) und Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen sowie die Produktion und der Handel mit Waren aus dem Bereich der Sanitärinstallation. Geplant sind der Neubau der Produktions- und Montagehalle sowie die Anschaffung von Maschinen und Anlagen. Das Unternehmen plant Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 31 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Ansiedlungsvorhaben mit neun Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW).

3. Continental Reifen Deutschland GmbH investiert in Forschung und Entwicklung in Anklam (August 2016)

 

Die Continental Reifen Deutschland GmbH siedelt sich in der Hansestadt Anklam (Landkreis Greifswald-Vorpommern) an. Das Unternehmen wird mit einem anspruchsvollen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben vor Ort starten. Das Vorhaben umfasst die Erforschung des Anbaus und der Aufarbeitung von Naturkautschuk aus Russischem Löwenzahn. Es wird zunächst vor allem in Forschung und Entwicklung investiert. Rund 20 wissensbasierte und nachhaltige Arbeitsplätze entstehen mit der Umsetzung des Projektes und dem Aufbau sowie dem Betrieb der Labor- und Testanlage.

Continental plant, in den „Taraxagum Lab Anklam“ (Löwenzahn-Kautschuk) genannten Forschungsstandort in der ersten Projektphase ca. 35 Millionen Euro zu investieren. Im Zuge dieses Vorhabens werden in Anklam zunächst eine Labor- bzw. Testanlage zur Rohstoffgewinnung von Naturkautschuk errichtet, die Aufbereitungsprozesse erforscht, ausgedehnte Anbauflächen etabliert und die Anbaupraxis des Löwenzahns erforscht, entwickelt und praktisch umgesetzt. Ziel des Vorhabens ist es dabei, eine nachhaltige Nutzung des Löwenzahns als einheimische bzw. regionale Rohstoffbasis zu erreichen. Mittelfristig soll eine Kommerzialisierung des Anbaus und der Verwertung der Rohstoffe aus dem Russischen Löwenzahn vor Ort in Mecklenburg-Vorpommern erfolgen.

 4. Grundsteinlegung für Neuansiedlung der ZIM Flugsitz GmbH (Mai 2016)

 

Grundsteinlegung im Industriepark Schwerin: In Schwerin wurde für die neu angesiedelte Produktionsstätte der ZIM Flugsitz GmbH, einem Hersteller von Flugzeugsitzen, feierlich der Grundstein gelegt. Mit der Errichtung entstehen 64 neue Arbeitsplätze. Die ZIM Flugsitz GmbH aus Markdorf (Baden-Württemberg) konstruiert, produziert und vertreibt Sitze für internationale Fluglinien. Die Produktpalette reicht von Flugsitzen für die Economy Class, Premium Economy Class und Business Class. Im Industriepark Schwerin entsteht eine Produktionshalle mit rund 7.500 Quadratmetern. Die Inbetriebnahme des Werkes ist für das erste Quartal 2017 vorgesehen. Das Investitionsvolumen der Ansiedlung beläuft sich auf acht Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium wird das Vorhaben voraussichtlich nach Einreichung aller Unterlagen in Höhe von zwei Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) unterstützen.

 5. AkkuSys Akkumulator und Batterietechnik Nord siedelt sich im Gewerbegebiet in Vorpommern an (August 2016)

 

In Vorpommern am Pommerndreieck siedelt sich die AkkuSys Akkumulator und Batterietechnik Nord GmbH an. Vor Ort wird in der Gemeinde Süderholz eine neue Betriebsstätte errichtet. 20 neue Arbeitsplätze werden im Pommerndreieck perspektivisch entstehen. Das Unternehmen aus dem Raum Hamburg wurde 2008 gegründet und handelt mit Akkus und Batterien, teilweise aus eigener Produktion. Daneben wird Service, Pflege, Wartung und Inbetriebnahme von stationären und mobilen Batterieanlagen angeboten. Die neue Produktion ermöglicht es AkkuSys, innerhalb von 48 Stunden die gängigsten Gabelstaplerbatterien an Kunden in ganz Deutschland auszuliefern. Die Firma AkkuSys plant am Standort eine Millioneninvestition. Zunächst werden zehn feste Arbeitsplätze am Standort entstehen.

 6. Medizintechnikunternehmen aus der Schweiz will Produktionsstätte bauen (Juli 2016)

 

Das Medizintechnikunternehmen Ypsomed mit Hauptsitz Burgdorf (Schweiz) siedelt sich in Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin an. Die Ypsomed Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt Injektionssysteme zur Verabreichung von Flüssigmedikamenten. Diese werden zur Selbstbehandlung von Diabetes, aber auch in weiteren Therapiegebieten eingesetzt. Geplant ist die Eröffnung einer neuen Produktionsstätte im Industriepark Schwerin. Das geplante Investitionsvolumen für die Halle und die Maschinen für die hochautomatisierte Fertigung beträgt im ersten Schritt acht Millionen Euro. 64 Arbeitsplätze werden zunächst entstehen. Die Ansiedlung ist Ergebnis des intensiven Werbens in der Schweiz.

 7. Steinofen-Meister GmbH & Co. KG eröffnet Betriebsstätte (September 2016)

 

In Waren (Müritz) hat die Steinofen-Meister GmbH & Co. KG ihre Betriebstätte eröffnet. 49 Arbeitsplätze entstehen im verarbeitenden Gewerbe. Unternehmensgegenstand ist die Produktion und der Vertrieb von Frisch- und Tiefkühlbackwaren im In- und Ausland. Auf insgesamt 2.700 Quadratmetern ist ein moderner Betrieb entstanden. Allein 2.000 Quadratmeter sind dabei der Herstellung der Frisch- und Tiefkühlbackwaren vorbehalten. Zudem wurde das neu entstandene Werk mit einem Blockheizkraftwerk kombiniert.

Für die Errichtung der Betriebsstätte wurde ein Grundstück in Waren im Gewerbegebiet Rothegrund erworben. Neben dem Bau des Produktions- und Verwaltungsgebäudes wurden bauliche Investitionen in ein Tiefkühllager und Außenanlagen sowie Investitionen in Maschinen, Einrichtung und Ausstattung realisiert. Der Schwerpunkt der Produktion liegt dabei auf qualitativ hochwertigen Tiefkühlbackwaren. Zudem soll die traditionelle Backkunst mit „Steinofenqualität“ mit den Anforderungen internationaler Produkte verbunden werden. Die Investitionen der Steinofen-Meister GmbH & Co. KG belaufen sich auf insgesamt rund 8,3 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit circa 2,1 Millionen Euro.

 8. Faltschachtelwerk der Schur Pack Germany in Gallin eröffnet (September 2016)

 

In Gallin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hat Wirtschaftsminister Glawe das neu errichtete Faltschachtelwerk der Schur Pack Germany GmbH eröffnet. Das Unternehmen hat sich auf die Produktion und den Vertrieb von Faltschachteln aus Papier, Karton und Kunststoffen spezialisiert. Mit der Ansiedlung entstehen 130 neue Arbeitsplätze im Bereich des verarbeitenden Gewerbes. Das Unternehmen Schur Pack Germany GmbH hat sich neu im Gewerbegebiet „Businesspark A24“ angesiedelt und dort auf einer Fläche von 28.000 Quadratmetern eine Betriebsstätte errichtet. Neben den Gebäuden wurde unter anderem in Bogen-Offset-Druckmaschinen, Stanzautomaten und Faltschachtel-Klebemaschinen investiert. Die Verpackungen werden auch für Betriebe der Lebensmittelbranche in Mecklenburg-Vorpommern hergestellt. Die Gesamtinvestition der Schur Pack Germany GmbH am Standort Gallin beträgt knapp 69 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium hat das Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 16,3 Millionen Euro unterstützt.

9. Neuansiedlung in Boizenburg – Rothkötter Mischfutterwerk GmbH errichtet Betriebsstätte und schafft 35 Arbeitsplätze (August 2016)

 

Die Rothkötter Mischfutterwerk GmbH errichtet in Boizenburg derzeit ein Werk zur Produktion von Tierfutter für Zucht und Mast. Geplant ist der Bau eines Produktionsgebäudes mit Büro und Bedienungsraum sowie Nebenanlagen wie beispielsweise Werkstattgebäude, Waschanlage sowie Maschinen- und Ersatzteilhalle. Weiterhin wird in einen Maschinenpark investiert, der unter anderem eine Hammermühle, Dosierwaagen, Pressen und Silos beinhaltet. Langfristig ist geplant, rund 500.000 Tonnen Futtermittel pro Jahr in Boizenburg zu produzieren. Die Gesamtinvestition für die Unternehmensansiedlung beträgt rund 26 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro. Mit der Ansiedlung der Rothkötter Mischfutterwerk GmbH in Boizenburg entstehen 35 neue Arbeitsplätze für die Region.

 Erweiterungen von Unternehmen

 1. BGT Boizenburger Gummitechnik erweitert Fertigungslinien und baut Standort aus (August 2016)

 

Die BGT Boizenburger Gummitechnik GmbH & Co. KG erweitert derzeit seine Fertigungslinien, um zukünftig auch Spezialprofile für Sonderdichtungen, die beispielsweise im Tunnelbau benötigt werden, zu fertigen. Mit der Fertigung einer neuen Produktlinie können in dem Boizenburger Unternehmen drei neue Arbeitsplätze geschaffen und zwölf Jobs gesichert werden. Die Investitionen der Erweiterungen betragen rund 1,2 Millionen Euro, die vom Wirtschaftsministerium in Höhe von 200.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt werden.

 2. Zerspanungstechnik-Spezialist erweitert Betriebsstätte in Neukloster (Dezember 2016)

 

Die WERIMO Werkzeugbau und Industriemontagen GmbH (WERIMO GmbH) aus Neukloster (Landkreis Nordwestmecklenburg) plant eine Erweiterung ihrer Betriebsstätte, um künftig ein neues Geschäftsfeld - die Herstellung von Baugruppen - in das Dienstleistungsportfolio aufzunehmen. Die WERIMO GmbH hat sich als Spezialist vor allem im Bereich der Zerspanungstechnik als Zulieferer für Unternehmen in Westmecklenburg, Schleswig-Holstein und Hamburg etabliert. Neben Kleinserien entstehen in Neukloster nun auch komplexe Baugruppen. Mit der daraus folgenden notwendigen Erweiterung der Betriebsstätte werden 49 Arbeitsplätze gesichert. Das Unternehmen ist Zulieferer für Industrie und Handwerk sowohl in der Zerspanungstechnik als auch im Werkzeugbau.

Jetzt will die WERMIO GmbH ganze Komponenten einer Anlage oder eines Systems fertigen. Dazu soll an das vorhandene Gebäude eine 400 Quadratmeter große Halle für die Montage angebaut und mit einer Krananlage ausgestattet werden. Des Weiteren werden unter anderem eine NC-Fräsmaschine und eine NC-Drehmaschine angeschafft. Die Gesamtinvestition des Unternehmens beträgt knapp 1,9 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 469.000 Euro.

3. Fenster- und Türenbau-Unternehmen erweitert Betriebsstätte in Mirow (Februar 2016)

 

Die Fenster & Türenbau Edwin Kubasch GmbH plant eine Erweiterung ihrer Betriebsstätte in Mirow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). Mit der jetzt geplanten Erweiterung werden 42 Arbeitsplätze gesichert. Das Unternehmen produziert vorwiegend Fenster und Türen aus verschiedenen Holzarten, Farben und Variationen. Um zukünftig Produkte noch flexibler herzustellen und Produktionslinien zu verbessern, sind Investitionen in einen Hallenneubau und in den Maschinenpark geplant. Unter anderem sollen eine Fensterfertigungsstraße, ein Dübelautomat, ein Schleifautomat, eine Rollbahn und Fräswerkzeuge angeschafft werden. Die Gesamtinvestitionen für die Erweiterung betragen knapp 1,9 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 504.000 Euro.

4. Logistik-Dienstleister erweitert Unternehmensstandort in Grimmen (April 2016)

 

Die SpeziTrans & Service GmbH hat ihren Unternehmensstandort in Grimmen (Landkreis Vorpommern-Rügen) erweitert. Transport, Lagerung, Tiefbau und Logistik-Dienstleistungen gehören zum Kerngeschäft des Betriebes. Zukünftig bietet das Unternehmen als Dienstleister die Regeneration von Flüssiggas-Tanks für die oberirdische Lagerung an. Dabei handelt es sich unter anderem um das Aufarbeiten der Behälter, Entfernen der alten Beschichtung, Auftragen der neuen sowie dem Austausch von Dichtungen und Befestigungsmaterial.

 Die Grimmener SpeziTrans und Service GmbH ist 1991 aus dem Vorpommerschen Traditionsunternehmen Erdöl-Erdgas Grimmen hervorgegangen. Seit 1992 gehört das Unternehmen zur Hürther TALKE-Gruppe. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 140 Mitarbeiter sowie zwei Auszubildende. Das Unternehmen bietet im Bereich Logistik ein weitreichendes Produktportfolio an, unter anderem Schwer- oder Schwerstgütertransporte, Gefahrgütertransport und Schiffsbefrachtungen. Weiterhin ist das Unternehmen im Bereich Entsorgung, bei Kranungen, Thermotransporten oder Gas- und Flüssigkeitstransporten tätig.

 5. Sportboot- und Industrie-Motorenfirma mit zweitem Standort in Mecklenburg-Vorpommern (April 2016)

 

Das Unternehmen „Sportboot- und Industrie-Motoren Olaf Lingrön“ aus Barth (Landkreis Vorpommern-Rügen) hat am Stadthafen Stralsund eine zusätzliche Betriebsstätte eröffnet. Dadurch entstehen drei neue Arbeitsplätze.

Der Betrieb ist bereits seit mehreren Jahren mit einer Betriebsstätte in Barth ansässig. Dort werden Boote und Yachten gebaut, ausgerüstet sowie unter anderem Antriebsanlagen eingebaut, Modernisierungen, Reparatur- und Wartungsarbeiten durchgeführt. Jetzt ist in Stralsund in unmittelbarer Nähe zum Hafen und zu den Bootsanlegern eine weitere Werkstatt mit Materiallager entstanden zur Reparatur und Instandhaltung von Booten und Yachten. Vor Ort gibt es ebenfalls Ausstellungs- und Verkaufsflächen. Die Gesamtinvestitionen der „Sportboot- und Industrie-Motoren Olaf Lingrön“ betragen knapp 540.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 136.000 Euro.

6. Sonderbetonteilwerk in Greifswald baut neue Mischanlage (April 2016)

 

In der Hansestadt Greifswald erweitert das Unternehmen SBTW Sonderbetonteilwerk GmbH & Co. KG seine Kapazitäten. Das Unternehmen zeichnet sich durch hochspezialisierte Sonderanfertigungen beispielsweise für Balkone und Treppen im Wohnungs- und Industriebau aus. Im Zuge der Baumaßnahmen entstehen ein neues Mischwerk mit zwei Zementsilos, sogenannten Zuschlagsstoffvorratsboxen, sowie eine Überdachung für das damit verbundene Warenlager. Außerdem ist die Anschaffung eines Radladers geplant. Durch die Investitionen werden drei neue Arbeitsplätze geschaffen und 35 Jobs gesichert. Die Investitionen der gesamten Erweiterung im SBTW belaufen sich auf insgesamt rund 1,2 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von knapp 318.000 Euro.

7. Torgelower Metallwaren GmbH baut Standort aus (Juni 2016)

 

Die Torgelower Metallwaren GmbH plant einen Ausbau ihres Standortes in Torgelow (Landkreis Vorpommern-Greifswald). Mit der Erweiterung werden 56 Arbeitsplätze gesichert und sechs neue Jobs geschaffen. 1991 wurde die Torgelower Metallwaren GmbH aus einem reprivatisierten Betrieb gegründet. Das Unternehmen stellt auf einer Produktionsfläche von rund 3.000 Quadratmetern Metallwaren und Stahlbauten her. Nun soll die Betriebsstätte um eine Lagerhalle erweitert werden. Zusätzlich sind Investitionen in Metallbearbeitungsmaschinen geplant. Das Unternehmen kooperiert mit der Universität Rostock - Fakultät Maschinenbau und Schiffstechnik, um eine innovative Dachdurchführung zur Befestigung von Dachhauben zu entwickeln. Die Gesamtinvestitionen für die Erweiterung betragen knapp 499.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 114.000 Euro.

8. Erweiterung der RoweMed AG in Parchim (August 2016)

 

Anfang August wurde bei der RoweMed AG - Medical 4 Life aus Parchim der Neubau eines zertifizierten Reinraumes im Parchimer Innovations- und Technologiezentrum (PITZ) offiziell in Betrieb genommen. Das Unternehmen stellt Spezialprodukte für Medizintechnik her. Das Unternehmen hat seine Betriebsstätte erweitert, um vor allem bei Infusionszubehör und sogenannten OEM-Produkten (Original Equipment Manufacturer, Originalausrüstungshersteller) neue Fertigungskapazitäten aufzubauen. Auf einer Produktionsfläche von 115 Quadratmetern ist ein Reinraum der ISO-Klasse 7 entstanden. Weitere Investitionen wurden unter anderem in den Kauf einer Verpackungsanlage, Ultraschall-Schweißmaschinen und Werkzeuge getätigt. Die Gesamtinvestitionen für die Erweiterung betragen knapp 1,2 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 255.000 Euro. Die RoweMed sichert und schafft Arbeitsplätze am Standort. Mehr als 100 Mitarbeiter sind am Standort tätig, entwickeln und produzieren Produkte, die weltweit exportiert werden.

9. Logistik-Unternehmen in Neustadt-Glewe plant Erweiterung der Betriebsstätte

 

Die NTL Norddeutsche Textil Logistik GmbH aus Neustadt-Glewe (Landkreis Ludwigslust-Parchim) plant die Erweiterung ihrer Betriebsstätte. Das Unternehmen hat sich als Dienstleister der Textilbranche einen guten Namen erarbeitet. Jetzt stößt die Norddeutsche Textil Logistik GmbH aufgrund von steigenden Kundennachfragen an Kapazitätsgrenzen. Deshalb soll erweitert werden. Mit dem Vorhaben werden 41 Arbeitsplätze gesichert und vier neue Jobs geschaffen.

Das 2005 gegründete Unternehmen bietet Dienstleistungen im Textilbereich an. Dazu gehören die Qualitätskontrolle von Textilien und Accessoires, die Kommissionierung der Ware nach Kundenvorgabe, die Organisation der Transporte per Paketdienst oder Spedition, die Aufbereitung (unter anderem etikettieren und umverpacken) sowie Lagerung, Versand und Zollabfertigung der Textilien von und nach Fernost. Im Lager finden derzeit 8.000 Paletten Platz. Mit der Erweiterung soll die Kapazität auf 16.000 Paletten-Stellplätze verdoppelt werden. Das Unternehmen plant, auf einem neu erworbenen Nachbargrundstück eine 1.700 Quadratmeter große Halle zu bauen und mit der notwendigen Ausstattung zu bestücken. Die Gesamtinvestitionen der Unternehmenserweiterung betragen rund 4,6 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 1,2 Millionen Euro.

 

10. Optimal media baut Betriebsstätte in Röbel/Müritz weiter aus (September 2016)

 

Die optimal media GmbH aus Röbel/Müritz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) will ihre Geschäftstätigkeit ausbauen und weiter in den Standort investieren. Bisher ist das Unternehmen auf die Herstellung und den Vertrieb von Datenträgern und Printerzeugnissen spezialisiert. Zukünftig sollen auch Bücher und MediaBooks samt Verpackungen komplett im Betrieb gefertigt werden. Mit der nun geplanten Ausweitung der Geschäftstätigkeit werden 20 Arbeitsplätze neu geschaffen und 624 Jobs gesichert.

Das Unternehmen wurde 1990 als „optimal“ Tonträger Produktionsgesellschaft mbH gegründet und hat vorrangig Tonträger produziert und vertrieben. Heute agiert die optimal media GmbH als unabhängiger Dienstleister der Medienindustrie und bietet neben der reinen Datenträger-Replikation auch den Druck von Büchern, Broschüren und Magazinen, Multimediadrucksachen und -verpackungen, die Pressung von CDs, DVDs, Blue-rays und Vinyl Records sowie Lagerhaltung und Logistik im Kundenauftrag. Jetzt ist vorgesehen, neben der Errichtung mehrerer Gebäude (unter anderem Produktionshalle und Hochregallager) in die Ausweitung des Maschinenparks zu investieren. Die Gesamtinvestitionen für die Unternehmenserweiterung betragen knapp 25 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro.

 

11. Sohst GmbH erweitert Betriebsstätte in der Gemeinde Warnow (Oktober 2016)

 

Die Sohst GmbH in der Gemeinde Warnow (Landkreis Rostock) plant eine Erweiterung ihrer Betriebsstätte. Das Unternehmen produziert, installiert und wartet unter anderem Tor- und Zaunanlagen sowie Rauch- und Feuerschutztüren. Mit der Vergrößerung der Betriebsstätte werden dreizehn Arbeitsplätze gesichert und zwei neue Jobs geschaffen. Das 1993 gegründete Familienunternehmen will jetzt zusätzlich zur bereits vorhandenen Halle eine Montage- und Lagerhalle mit Krananlage sowie ein Bürogebäude neu bauen. Zusätzlich sind Investitionen in den Maschinenpark vorgesehen. Die Gesamtinvestitionen der Unternehmenserweiterung betragen rund 1,1 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 293.000 Euro.

12. Metallbau-Unternehmen erweitert Betriebsstätte in Bad Doberan (Oktober 2016)

 

Das Doberaner Unternehmen Metallbau Ott GmbH im Landkreis Rostock ist auf Stahl-, Metall-, Glas- und Möbelbau spezialisiert. Das Kerngeschäft sind Schlosserarbeiten aus Baustahl, Edelstahl und Aluminium für Balkone, Geländer, Zäune und Tore. Jetzt ist eine Erweiterung der Betriebsstätte geplant.

Die Metallbau Ott GmbH erweitert ihr Produktangebot und braucht dafür mehr Platz für Fertigung und Lagerung. Zugleich sollen künftig große Stahlkonstruktionen in den eigenen Werkstätten gefertigt werden. Mit der Vergrößerung der Betriebsstätte werden zudem drei neue Arbeitsplätze geschaffen und 27 gesichert.

Die Erweiterung beinhaltet den Bau einer neuen, höheren Werkhalle von 703 Quadratmetern mit Krananlage und eines Büro- und Sozialtraktes von 427 Quadratmetern Größe. Insgesamt arbeitet das Unternehmen dann auf einer Fläche von mehr als 1.800 Quadratmetern. Durch den Bau der neuen Fertigungshalle können zukünftig die Arbeitsbereiche Baustahl sowie Edelstahl und Aluminium besser voneinander getrennt und ein neuer Bereich der Lohnfertigung durch computergesteuerte Bearbeitungsmaschinen geschaffen werden. Zusätzlich sollen eine größer dimensionierte Abkantpresse, eine Schlagschere und ein Gabelstapler angeschafft werden, um den Kunden eine größere Bandbreite an Fertigungsmöglichkeiten zu geben. Die Gesamtinvestitionen der Unternehmenserweiterung betragen rund 932.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 202.000 Euro.

13. Hallenerweiterung der VIELA Export GmbH im Mukran Port eröffnet (Oktober 2016)

 

Im „Mukran Port“, dem Fährhafen Sassnitz-Mukran im Landkreis Vorpommern-Rügen, ist im Oktober die Betriebsstätten-Erweiterung der VIELA Export GmbH offiziell abgeschlossen worden. Das Unternehmen handelt mit landwirtschaftlichen Gütern und Produkten, insbesondere Getreide und Ölsaaten, und bietet Labor- und Analysedienstleistungen zur Qualitätsbestimmung der Güter an. Die Errichtung und die Expansion des Unternehmens ist an den Standorten Sassnitz und Vierow vom Wirtschaftsministerium als Anschub unterstützt worden. Die Erweiterung im Fährhafen stemmt das Unternehmen aus eigener Kraft. Sechs neue Arbeitsplätze entstehen und insgesamt 40 Jobs werden an beiden Standorten gesichert.

Um die Umschlagsleistung der Güter zu erhöhen, hatte die VIELA Export GmbH die ehemaligen „EUROS“-Hallen erworben und umgebaut sowie eine bereits bestehende Halle von 1.750 Quadratmeter auf rund 3.400 Quadratmeter erweitert. Zusätzlich baut die VIELA Export GmbH gemeinsam mit der BayWa AG und der Fährhafen Sassnitz GmbH den Hafen zu einem Tiefseehafen für den internationalen Agrarhandel aus. Ziel ist, künftig sogenannte Panamax-Schiffe mit einer Beladung von bis zu 80.000 Tonnen komplett am Standort abzufertigen.

14. Fleischwaren-Spezialist erweitert Betriebsstätte in Valluhn (November 2016)

 

Die Berschneider GmbH in Valluhn (Gewerbegebiet „Businesspark A24“ im Landkreis Ludwigslust-Parchim) hat sich auf die Herstellung und den Vertrieb von abgepackten Fleischwaren spezialisiert. Die Produkte werden vor allem als Selbstbedienungsware in Supermärkten und Discounterketten angeboten.

Mit der jetzt geplanten Investition werden 137 Arbeitsplätze gesichert. Um die gestiegene Nachfrage zu bedienen und weiterhin die internationalen Standards der Lebensmittelindustrie (IFS-Standards – „International Featured Standards“) zu erfüllen, sollen jetzt bestehende Gebäude erweitert und zusätzliche Produktionsmaschinen und -techniken angeschafft werden. Unter anderem sind Investitionen in die Erweiterung der Kühlhalle, in den Einbau eines Hochregallagers sowie in Erweiterungen des Maschinenparks geplant. Die Gesamtinvestitionen der Unternehmenserweiterung betragen sechs Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 589.000 Euro.

15. Fahrzeugteile-Zulieferer rüstet Produktion mit neuer Lasertechnik auf (November 2016)

 

Die Kähler Metallbau und Umwelttechnik GmbH investiert weiter an ihrem Standort in Bobzin bei Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim). Das Unternehmen ist auf die Herstellung von Baugruppen und Aufbaukomponenten für den Fahrzeugbau spezialisiert. Mit der Investition in hochmoderne CNC-Maschinen ist das Unternehmen für den Wettbewerb gerüstet und sichert rund 40 Arbeitsplätze.

Als Zulieferer für die Fahrzeugbranche hat sich die Kähler Metallbau und Umwelttechnik GmbH in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. Im Laufe der Zeit wurde das Produktportfolio um die Sonderanfertigung von Einzelteilen und Serien aus Stahl, Edelstahl und Aluminium erweitert. Die neue Laserschneideanlage erlaubt es, Stähle von einer Stärke bis zu 30 mm sauber und präzise zu bearbeiten. Mit Hilfe von zehn Lagerplätzen be- und entlädt die Anlage vollautomatisch. Die hydraulische Abkantpresse entwickelt eine Kraft von bis zu 320 Tonnen und ermöglicht so, auf Knopfdruck mit höchster Genauigkeit gewünschte Winkelmaße zu biegen. Gleichzeitig wird die Produktion nicht nur geräuschärmer, sondern auch um ca. 30 Prozent energieeffizienter. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Erweiterung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ in Verbindung mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 316.250 Euro. Die Gesamtinvestition für die Kapazitätserhöhung beläuft sich auf 1.150.000 Euro.