Politikbereich Transport

Koordinatoren

Litauen und Schweden

Ausgangslage

Die Transportwege für Waren und Güter sind außer- und innerhalb der Ostseeregion durch weite Distanzen geprägt. Hinzu kommen schwierige Transportbedingungen wie witterungsbedingte Einschränkungen im Winter oder die Fahrt durch Gelände.
Besonders der Norden der Ostseeregion ist reich an Rohstoffen und Industriegütern, die in der ganzen Welt nachgefragt werden. Gleichzeitig sind diese peripheren Gebiete vom internationalen Handel und den internationalen Austausch von Wissen und Dienstleistungen abhängig. Ein gut funktionierendes Transportsystem, welches Raumentwicklung und Industriestrukturen berücksichtigt, ist von großer Bedeutung für Wohlstand und wirtschaftliches Wachstum in der Region.
Auch die Erreichbarkeit innerhalb der Region muss gestärkt werden, um das Potential des gemeinsamen Ostseemarktes auszuschöpfen. Dabei ist es wichtig, das empfindliche Ökosystem der Ostseeregion nicht außer Acht zu lassen. Daher sollten die Effektivität und die Nachhaltigkeit der Transportsysteme in der Ostseeregion gewährleistet und verbessert werden.
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Ostseeregion sowie gemeinsame Aktivitäten mit angrenzenden Ländern zur Verbesserung der internen und externen Verkehrsverbindungen sollen gefördert werden. Dabei sollen besonders regionale Initiativen, die das Ziel haben, Engpässe zu beseitigen, unterstützt werden. Weitere Ziele sind: Eine bessere Koordinierung der nationalen Verkehrsplanungen, die Förderung des Wissensaustauschs zwischen den Akteuren sowie die Etablierung von intelligenten Verkehrslösungen durch die Entwicklung von „grünen“ Verkehrskorridoren.

Potentielles Interesse aus MV-Sicht

  • Maritime Industrie/Zulieferer/Seehäfen
  • Außenwirtschaft
  • Verkehr

Übergeordnetes Ziel 1 (Action) und zugehörige FPs

Aktion: „Kooperation der nationalen Verkehrspolitik und der Investitionen in die Infrastruktur“

Mehr makroregionale Zusammenarbeit im Bereich Verkehr ist erforderlich. Themen wie die Interoperabilität von Verkehrssystemen, Forschung und Entwicklung im Bereich Transport oder die Anwendung von neuen Verkehrsmanagementsystemen sollen gemeinsam koordiniert werden. Eine gemeinsame Entwicklung von Infrastrukturnetzwerken für den Transport durch die relevanten Akteure ist notwendig. Dies schließt auch die Koordinierung des Schiffstransports ein.

FP: Die fristgerechte Fertigstellung von infrastrukturellen Großprojekten in der Makroregion, inklusive: Ausbau der Straßen-, Eisenbahn- und Seeverkehrsinfrastruktur im nordischen Dreieck zwischen Finnland und Schweden; Ausbau der „Rail Baltica“; Verbesserung der Eisenbahnverbindungen im Fehmarnbelt; Ausbau der Eisenbahnachsen Danzig-Warschau-Brünn/Bratislava-Wien und Stockholm-Malmö-Kopenhagen-Innsbruck-Verona-Palermo; Ausbau der Autobahnachse Danzig-Brünn/Bratislava-Wien.

Führung: die jeweiligen Mitgliedstaaten;
Deadline: Auswertung der Fortschritte 2015

Übergeordnetes Ziel 2 (Action) und zugehörige FPs

Aktion: „Verbesserung der Verbindungen nach Russland und anderen Nachbarländern der EU“

Auf Grundlage der Kooperation innerhalb der „Nördlichen Dimension“ sollen Transportverbindungen in angrenzende Länder der Ostseeregion ausgebaut werden. Eine Reduzierung der Engpässe, die z. B. bei Grenzüberquerungen entstehen, wird angestrebt.

FP: Optimale Nutzung der Kooperation der „Partnerschaft der Nördlichen Dimension für Transport und Logistik“: Ziel der Partnerschaft ist die Identifizierung geeigneter Prioritäten für verschiedene Bereiche, die zur Verbesserung des Transportsystems der Region beitragen. Außerdem sollen Lösungen zur Finanzierung der Projekte gefunden werden.

Führung: Northern Dimension Partnership on Transport and Logistics Sekretariat;
Deadline: Auswertung der Fortschritte 2014;
Link: www.ndptl.org

Übergeordnetes Ziel 3 (Action) und zugehörige FPs

Aktion: „Effiziente und nachhaltige Personen- und Gütertransport Lösungen erleichtern“

Der Güterverkehr kann z. B. durch Initiativen wie die Verbindung von Schienen-, Straßen und Binnenschiffsverkehr unterstützt werden. Außerdem sollen Schienengüterverkehrsachsen eingeführt werden, um den Schienengüterverkehr attraktiver zu machen.

FP: Entwicklung eines Netzwerk für „grüne“ Verkehrskorridore: Ziel ist ein effizientes und effektives Transportsystem, dass externe Effekte, Lärm, Schadstoffemissionen und Unfälle reduziert. Einige Projekte zu grünen Verkehrskorridoren laufen bereits.
Führung: East-West Transport Corridor Association;
Deadline: 2015;
Link: www.ewtc2.eu

FP: Easy Way Programm: Hier sollen intelligente Transportsysteme für einen effizienteren Verkehr genutzt werden.

Führung: Baltic Easy Way Partners Steering Group;
Deadline: offen;
Link: www.easyway-its.eu

Übergeordnetes Ziel 4 (Action) und zugehörige FPs

Aktion: „Die Bedeutung der Ostsee für die Transportsysteme der Region stärken“: Die Bedeutung der Ostsee für die Transportsysteme soll u. a. durch die Identifizierung und Umsetzung der „Autobahnen des Meeres“ und der „Marco-Polo-Aktionen“ und die Verbesserung der Verbindung zwischen Häfen und deren Hinterland gestärkt werden.

FP: Baltic Motorways of the Seas Network: Das Netzwerk bringt die Länder der Ostseeregion mit Ländern aus Mittel- und Westeuropa durch nachhaltige Transportverbindungen zusammen. Die Projekte der „Motorways of the Sea“ beinhalten u.a. den Ausbau der Infrastruktur in Häfen und die Verbesserung der Verbindungen ins Hinterland. Derzeit laufen Projekte zwischen Karlshamm und Klaipeda sowie Karlskrona und Gdynia.

Führung: The Baltic Motorways of the Sea Task Force;
Deadline: Auswertung der Fortschritte 2015;
Link: www.mos-helpdesk.eu