Politikbereich Innovation

Koordinatoren

Schweden und Polen

Ausgangslage

Die Innovationskraft der überwiegend kleinen Ostseeanrainer ist unterschiedlich und im Ganzen bedarf es in den Bereichen Produktion, Wissen und Innovation einer intensiven transnationalen Zusammenarbeit auf allen Ebenen um die Makroregion für den globalen Wettbewerb gut aufzustellen.

Für die Unternehmen in den Ländern sollte ein dynamisches Innovationsumfeld geschaffen werden, damit sie wissensintensive Produkte und Dienstleistungen auf Spitzenniveau entwickeln und auf dem Weltmarkt anbieten können. Eine intelligente Spezialisierung, insbesondere von KMU könnte zu nachhaltigem Wachstum und neuen Arbeitsplätzen führen.

Um das Innovationspotential im Ostseeraum auszuschöpfen wären die z.T. großen Unterschiede von F&E-Einrichtungen zu überwinden. Dazu sollte ein möglichst einheitlicher, strategischer Ansatz verfolgt werden. Basierend auf vorhandenen Cluster-Kartierungen (s. Europäische Beobachtungsstelle für Cluster und das im Rahmen der EU-Initiative PRO INNO Europe finanzierte Projekt BSR INNO-Net) wird empfohlen, Sektoren, in denen besondere Stärken zu verzeichnen sind, vorrangig zu behandeln. Vor allem die maritimen Wirtschaftscluster soll intensiver an die Wissensnetze angebunden werden.

Insgesamt sollten sich die Aktivitäten zum Schwerpunktbereich in das Europa 2020 Ziel Intelligentes Wachstum (Leitinitiative „Innovationsunion“) und den Europäischen Forschungsraum (ERA) einfügen.

Übergeordnetes Ziel (Action) und zugehörige FPs

Aufbau einer gemeinsamen Innovationsstrategie für den Ostseeraum, die sich den vier folgenden Herausforderungen stellen wird:

  • Reduzierung bestehender Hemmnisse für Innovation, einschließlich einer Angleichung der unterschiedlichen Rechts- und Regulierungsumfelder für ausländische Direktinvestitionen (FDI), insbesondere zur Weiterentwicklung der Leitmarktinitiative;
  • Vereinfachung der transnationalen Kooperation zur Entwicklung und kommerziellen Nutzung gemeinsamer Forschungsprojekte;
  • gemeinsame Nutzung des hochwertigen Humankapitals in der Region, Förderung der Mobilität von Mitarbeitern in der Forschung und der Zusammenarbeit zwischen Studenten und Unternehmen
  • gemeinsame Entwicklung neuer und besserer Instrumente zur Innovationsförderung, einschließlich Unterstützung für geistige Eigentumsrechte (IPR).

Leadpartner: Littauen und Finnland

Flagship Project 1

BSR Stars

Ziel: Entwicklung eines Ostseeraum-Programms für Innovation, Cluster und KMU-Netze.

Leadpartner: Schweden und Littauen

Flagship Project 2

Entwicklung von Fördermodellen für transnationale Innovationen und Forschung im Ostseeraum

Ziel: Entwicklung von Finanzinstrumenten zur Förderung transnationaler und transregionaler Innovationen sowie zur Förderung von Forschungsmaßnahmen zur schwerpunktmäßigen Untersuchung der spezifischen Stärken des Ostseeraums.

Leadpartner: Region Schonen (Schweden) - www.skane.com

Flagship Project 3

Der Baltische Ring, Infrastruktur für einen ungehinderten Wissensfluss im Ostseeraum

Ziel: Einrichtung des Baltic Science Link-Netzes “eScience” als Infrastruktur für einen ungehinderten Wissensaustausch.

Leadpartner: Nordischer Rat - www.norden.org

Flagship Project 4

ScanBalt Health Region: sektorenübergreifende und transnationale Projekte für Innovationen in den Bereichen Gesundheits- und Biowissenschaften

Ziel: Entwicklung des Ostseeraumes zu einer weltweit führenden und wohlhabenden Gesundheitsregion durch Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der Nutzung moderner Biowissenschaften.

Leadpartner: BioCon Valley® GmbH Greifswald (Germany), Lithuanian Biotechnology Association (Lithuania) and ScanBalt fmba (Denmark, BSR) - www.scanbalt.org

Flagship Project 5

Einrichtung eines Baltic Science Links

Ziel: Bildung eines Wissenschafts-Clusters aus wichtigen Universitäten, Forschungsinstituten und Branchen im Ostseeraum für herausragende Forschungsfelder, die sich in der Region bereits etabliert haben

Leadpartner: Schwedischer Forschungsrat - www.vr.se

Flagship Project 6

SUBMARINER

Ziel: Entwicklung eines Netzwerks für Aktionen und Initiativen zur nachhaltige Nutzung der Ressourcen der Ostsee

Leadpartner: Wirtschaftsministerium des Landes Schleswig-Holstein (DE) mit Swedish Agency for Marine and Water Management and the Maritime Institute in Gdansk (PL) als Ko-Partner - www.submariner-project.eu