Fördermöglichkeiten

Für Akteure aus Mecklenburg-Vorpommern stehen für vielfältige Projektkooperationen im Ostseeraum gemäß ihrer thematischen Ausrichtung und Gebietskulisse entsprechende Förderprogramme im Rahmen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (umgangssprachlich INTERREG) zur Verfügung.

Ferner werden seit 2013 Maßnahmen zur Umsetzung der EU-Ostseestrategie unterstützt.

Project Support Facility des Ostseerates

Die Project Support Facility des Ostseerats (PSF) wurde auf dem 9. Gipfeltreffen des Ostseerats vom 30. bis 31. Mai 2012 in Stralsund ins Leben gerufen. Diese Unterstützungsinitiative hatte ursprünglich eine Laufzeit bis 2015 und wird seitdem auf der Basis freiwilliger Beiträge der Ostseeratsmitglieder fortgeführt. Ziel der PSF ist es, die Entwicklung und Implementierung von Projekten zu kofinanzieren, die einen Beitrag zur Umsetzung der langfristigen Prioritäten der Organisation leisten. Die PSF unterstützt Projekte in folgenden Bereichen: Umwelt, Wirtschaftsentwicklung, Energie, Bildung und Kultur sowie Zivile Sicherheit. Die Projekte sollen einen transnationalen und nachhaltigen Charakter aufzeigen. Je Projekt ist eine Kofinanzierung von bis zu 50.000 Euro möglich.

INTERREG V A Programm Südliche Ostsee 2014-2020

Mit der Genehmigung des Programms am 23.09.2015 durch die Europäische Kommission ist der Grundstein für die Fortsetzung der Zusammenarbeit in der südlichen Ostsee zwischen den Küstengebieten Mecklenburg-Vorpommerns, Dänemarks, Litauens, Polens und Schwedens gesetzt worden. Ausgestattet mit einem Budget von 83 Mio. Euro EFRE-Mitteln hat das Programm zum Ziel, ausgewählte gemeinsame Ressourcen besser zu nutzen, um somit Potentiale der Südlichen Ostsee besser zu erschließen. Unterstützt werden im Kern neben nachhaltigen Transportlösungen Investitionen zur nachhaltigen Nutzung des natürlichen und kulturellen Erbes sowie umweltfreundlicher Technologien. Ergänzt wird das Themenspektrum durch die Förderung der internationalen Aktivität und Innovationskapazitäten von KMU sowie des Ausbaus von Fachkräfte- und Kooperationskapazitäten. Die 2. Antragsrunde wird voraussichtlich vom 5. Mai 2016 bis zum 17. Juni 2016 geöffnet sein.

Contact Point Mecklenburg-Vorpommern
Dipl.-Ing. Alexander Schwock
Telefon: +49 3834 550 102

INTERREG B Ostseeraumprogramm

Das Interreg-Ostseeprogramm ist eines der wichtigsten Programme zur Förderung der EU-Strategie für den Ostseeraum.

Beteiligte Bundesländer in Deutschland sind: Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen (Lüneburg) und Schleswig-Holstein.

Projektförderung

Folgende Projektthemen werden gefördert:

  • Innovationsfähigkeit
    (Infrastrukturen für Forschung und Innovation; Intelligente Spezialisierung; Nicht-technologische Innovation)
  • Effizienter Umgang mit natürlichen Ressourcen
    (Ressourceneffizientes "Blaues Wachstum"; Energieeffizienz; Erneuerbare Energien; Gewässerreinhaltung)
  • Nachhaltiger Verkehr
    (Umweltfreundlicher Seeverkehr; Maritime Sicherheit; Umweltfreundlicher Stadtverkehr; Interoperabilität im Güter- und Personenverkehr; Erreichbarkeit peripherer und vom demographischen Wandel betroffener Regionen)
  • Unterstützung der EU-Ostseestrategie
    (Vorbereitung von Schlüssel-Projekten; Koordination der makroregionalen Zusammenarbeit)

Budget und Förderung

  • Ostseeraum (2014 - 2020): 323 Mio. Euro (davon aus EFRE: 263,8 Mio. Euro)
  • Kofinanzierungsrate der EU für deutsche Partner: 75%
  • Förderfähige Kosten: Personalkosten, Veranstaltungs- und Reisekosten, externe Expertise, Material, Investitionen (in begrenztem Umfang)

Anforderungen an Projekte und Partner

  • Mindestens drei Partner aus mindestens drei verschiedenen Ländern (normalerweise ca. 10-15 Partner)
  • Lead Partner erforderlich
  • Förderfähig sind öffentliche und private Akteure im Ostseeraum, z.B. Unternehmen
  • Nichtregierungsorganisationen
  • Öffentliche Behörden (Bund, Länder, Regionen, Kommunen)
  • (Öffentliche) Dienstleister
  • Forschungseinrichtungen und Hochschulen
  • Kammern, Vereine und Verbände
  • Organisationen der Wirtschaftsförderung

Bundesprogramm Transnationale Zusammenarbeit

Im Bundesprogramm Transnationale Zusammenarbeit ist aktuell ein Aufruf veröffentlicht für Anträge zur Entwicklung von INTERREG B-Projektanträgen (Vorlaufvorhaben) sowie zur anteiligen Unterstützung der Kofinanzierung der EU-Mittel für Projektanträge. Grundsätzlich sind auch Anträge für zusätzliche, nicht im laufenden Programm geförderte Projektbausteien möglich (Andockverfahren).

Neben Anträgen aus dem Alpenraum, Donauraum, Nordseeraum, Mitteleuropa und Nordwesteuropa sind Anträge aus dem Ostseeraum förderfähig.

Themen

Erforderlich ist für Projekte ein deutlicher Beitrag zur nachhaltigen Raumentwicklung unter Berücksichtigung der jeweiligen INTERREG B-Programmziele. Als Beispiele werden genannt: CO2-armer Verkehr, Korridorentwicklung und Hinterlandanbindung; Entwicklung und Umsetzung regionaler Energie und Klimaschutzkonzepte; soziale Innovationen u.a. im Bereich der Daseinsvorsorge; Blaues Wachstum, Entwicklung der Küstenregionen, maritime Raumordnung; regionalentwicklungsrelevante Umwelt; Ressourcen- und Risikoschutzmaßnahmen.

Zielgruppe

Es sind alle Organisationen mit Sitz in Deutschland förderfähig. Hauptzielgruppe der Förderung sind Behörden, Einrichtungen des öffentlichen Rechts sowie Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft („public-equivalent bodies“). Im Einzelfall kann auch eine Förderung privater juristischer Personen wie z.B. Verbände, Vereine und Unternehmen erfolgen.

Finanzierung

Eine Vorlauffinanzierung ist bis zu 25.000 EUR möglich. Eine Kofinanzierung bei Vollanträgen beläuft sich zwischen 50.000-100.000 EUR.

Fristen

Aktueller Stichtag ist der 15. Juli 2016. Förderfähig sind Anträge für Vorlaufvorhaben ab dem 3. Call des Ostseeraumprogrammes sowie Vollanträge des 2. Calls. Andockverfahren sind im laufenden Call nicht möglich. Ein weiterer Stichtag ist für den 14. Oktober 2016 geplant.