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Best Practice

LEADER-Projekt "DIE INSEL"

Kurzbeschreibung

 

LEADER-Projekt
Benjamin-Schule – Evangelische Schule Mecklenburgische Schweiz e.V.

 

Der im Jahr 2003 gegründete Förderverein der Benjamin-Schule e.V. betreibt seit August 2005 die Benjamin-Schule – Evangelische Schule Mecklenburgische Schweiz im Dorf Remplin, gelegen an der B 104 in Mecklenburg-Vorpommern zwischen den Städten Teterow und Malchin.

Im August 2006 nahm die Kindertagesstätte der Benjamin-Schule ihren Betrieb auf. Durch die enge pädagogische Verschmelzung von Vorschule, Grundschule und Hort realisiert der Träger seither ein innovatives Bildungsunternehmen im Sinne einer Ganztagesschule im Vor- und Grundschulbereich. Zu Beginn des Schuljahres 2008/09 besuchen 91 Schüler und Schülerinnen die Benjamin-Schule. Die Bewältigung des vom staatlichen Rahmenplan vorgegebenen Unterrichtsstoffes wird durch insgesamt 16 hochqualifizierte, pädagogische Fachkräfte begleitet. Im pädagogischen Kollegium befinden sich examinierte und diplomierte Lehrer und Lehrerinnen, Diplom-Sozialpädagogen und staatlich anerkannte Erzieherinnen.

Die Benjamin-Schule befindet sich in einem eingeschossigen Zweckbau mit ca. 1.400 qm Nutzfläche. Der ältere Gebäudeteil stammt aus den 1960er Jahren, der jüngere wurde, wie auch die benachbarte Turnhalle, Mitte der 1980er Jahre in Betrieb genommen. Zu DDR-Zeiten befand sich hier eine Polytechnische Oberschule. Gebäude und Grundstück befinden sich im Eigentum des Trägers.

2. BA 2008 - Sanierung und Nutzungserweiterung der Benjamin-Schule Remplin

Inhalt des Projektes DIE INSEL ist der Umbau eines entkernten Gebäudeteils der Benjamin-Schule. Im Ergebnis des Umbauprozesses soll ein multifunktionaler Gebäudeteil entstehen für die tägliche Versorgung der Schüler und Mitarbeiter mit 2. Frühstück, Mittagessen und Vesper sowie zur Durchführung verschiedenster Veranstaltungen.

Seit Aufnahme des Lehrbetriebes gehören die gemeinsamen Mahlzeiten der Schüler zum festen Bestandteil des Schultages. Neben der regelmäßigen Einnahme gesunder Mahlzeiten steht die Vermittlung eines Gemeinschaftsgefühls, das Einüben von Tischkultur, Rücksicht und Achtung im Mittelpunkt. Bislang wurde dafür ein etwa 54 qm großer Raum als Provisorium genutzt. Die Reinigung des Geschirrs erfolgte in einer haushaltstypischen Kleinküche mit Geschirrspülautomat und zwei Spülbecken. Die stetig wachsende Anzahl von Schülern und Mitarbeitern sowie die dadurch steigende Menge vorzuhaltenden und zu reinigenden Geschirrs erfordern jedoch zwingenden Handlungsbedarf.

Im Rahmen von LEADER ist der Nordtrakt des zweiteiligen eingeschossigen Zweckbaus der Benjamin-Schule auf einer Fläche von ca. 110 qm bis auf die tragenden Außenwände entkernt und zu einem zweckmäßigen und modernen Multifunktionsraum ausgebaut worden. Innerhalb dieser Fläche entstand ein geeigneter, bedarfsgerechter Küchenraum zur Warmhaltung und Ausgabe des Mittagsessens, zur Zubereitung von Frühstück und Vesper sowie zur Reinigung und Lagerung von Geschirr. Der verbleibende Bereich ist durch verschiedene Faltwände variabel gliederbar, so dass ein Schulspeiseraum und zusätzlich zwei Tagungszimmer entstehen können. Im Bedarfsfall ist somit auch die Herrichtung eines größeren Veranstaltungsraumes mit zweckmäßiger technischer Ausstattung möglich.

Durch die Schaffung von anspruchsvollen Angeboten der Kindertagesförderung stärkt das Projekt die Kinder- und Familienfreundlichkeit im ländlichen Raum. Durch die verbesserte Ganztagesbetreuung werden wichtige Impulse zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf freigesetzt.

           

Gesamtkosten:                        242.394,33 €

Gesamtzuschuss:                    174.304,17 €                            

davon

ELER                                      139.443,33 €

Kofinanzierung                           34.860,84 €

 

2. BA 2009 - Sanierung und Nutzungserweiterung der Benjamin-Schule Remplin

Ziel des zweiten Bauabschnitts ist die Instandsetzung, Sanierung und Anpassung der Bausubstanz an zeitgemäße Ansprüche hinsichtlich des Wärmeschutzes sowie des Brandschutzes und der Gestaltung von Flucht- und Rettungswegen. Unter der Maßgabe eines ganzheitlichen, von pädagogischen Erfordernissen abgeleiteten Raumnutzungskonzeptes verfolgt der Projektträger mit der Umsetzung des zweiten Bauabschnittes die nachfolgend benannten Teilziele:

  • Sanierung von Fenstern und Fassaden gemäß aktueller Anforderungen an den Wärmeschutz,

  • Umsetzung des Brandschutzkonzeptes,

  • Sanierung der maroden Dachentwässerung,

  • Umsetzung des Flucht- und Rettungswegekonzeptes,

  • Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten der bisherigen Verkehrsflächen, Rettungswege und Flure,

  • Sanierung der maroden Heizwärmeverteilung,

  • Neugestaltung eines Eingangsbereiches.

Die deutliche Verkürzung des ersten Rettungsweges ermöglicht die anteilige Umgestaltung der bisher beinah ausschließlich als Verkehrsweg genutzten Flure. Dieser Teil der Maßnahme ermöglicht sich gegenseitig potenzierende, positive Erweiterungen des pädagogischen Angebotes. Dabei bedeutet ein Mehr an Fläche mehr Freiraum und Entfaltungsmöglichkeit für jedes einzelne Kind als Mittelpunkt des pädagogischen Prozesses. Darüber hinaus entsteht durch die Einrichtung von Lerninseln eine kleinteilige, anregende Lernumgebung für Frei- und Partnerarbeit. Und drittens wird die intensivere Möblierung der bisher weitestgehend bloßen Flure zur nachhaltigen Minderung des Geräuschepegels beitragen. Ein Umstand, dem unter dem Aspekt der Gesundheitsvorsorge der stark geforderten Pädagogen besondere Beachtung geschenkt werden sollte.

 - ohne Angabe von Kosten

 

Fotos: LAG Demminer Land

 

 

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