Erster Mai - Tag der Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern

Glawe: Qualifizierung ist auch ein Beitrag zur Fachkräftesicherung in den Unternehmen - Unterstützung bei Digitalisierungsprozessen - Dank an Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Nr.127/18 - Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit  | 30.04.2018  | Europamv  | europa-mv.de

Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe hat im Vorfeld des morgigen Tages der Arbeit dafür geworben, die Möglichkeiten für Qualifizierung und Weiterbildung des Wirtschaftsministeriums intensiv zu nutzen. „Die Qualifizierung wird zu einem der wichtigsten Instrumente der Unternehmen zum Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Sie ist für die Beschäftigten eine Chance auf beruflichen Aufstieg im digitalen Zeitalter. Wir unterstützen die Unternehmen umfassend sowohl bei ihrer individuellen Personal- und Qualifizierungsplanung als auch bei der bedarfsgerecht gestalteten, berufsbegleitenden Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Qualifizierung ist auch ein Beitrag zur Fachkräftesicherung in den Unternehmen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Montag.

Bildungsschecks für insgesamt 1400 - unternehmensspezifische Maßnahmen für insgesamt 206 Beschäftigte

Seit Inkrafttreten der neuen Qualifizierungsrichtlinie im Dezember 2017 wurden bis Mitte April 255 Anträge für Bildungsschecks für insgesamt 1400 Beschäftigte gestellt. Anträge für unternehmensspezifische Maßnahmen sind für insgesamt 206 Beschäftigte gestellt worden. „Die Resonanz der ersten Monate auf die Richtlinie ist gut“, so Glawe weiter. In der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 können aktuell 6,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) für Bildungsschecks und Maßnahmen zur Qualifizierung und Weiterbildung eingesetzt werden.

Über die „Richtlinie zur Förderung der berufsbegleitenden Qualifizierung von Beschäftigten in Unternehmen“ (Qualifizierungsrichtlinie) haben gewerbliche Unternehmen mit überregionalem Absatz die Möglichkeit, bei speziell auf das Unternehmen zugeschnittenen Projekten Förderung für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, die Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Arbeitsplätze in dem Unternehmen oder die berufliche Qualifizierung der Beschäftigten zu erhalten. Der Fördersatz kann 50 Prozent betragen, wenn ein externer Dienstleister beauftragt wird. Die maximale Förderung beträgt 100.000 Euro. Die Förderung durch Bildungsschecks steht Unternehmen in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Gefördert wird die Teilnahme an der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten durch Maßnahmen, die es ermöglichen, Kompetenzen und Qualifikationen im Unternehmenskontext zu erhalten, zu erweitern oder zu erwerben.

Chancen der Digitalisierung nutzen

Wirtschaftsminister Glawe machte auf die Chancen der Digitalisierung aufmerksam. „Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt. Das ist ein unaufhaltsamer Prozess. Dieser eröffnet auch Chancen für heimische Firmen. Es werden immer Menschen gebraucht, die mit den modernen Maschinen arbeiten können. Umso wichtiger ist es, die Arbeitnehmer beispielsweise durch Qualifizierung auf diesen Prozess vorzubereiten“, forderte Glawe.

Unterstützung bei Digitalisierungsprozessen

Das Wirtschaftsministerium wird die bereits vorhandene Förderinstrumente aufbrechen, um diese einer größeren Anzahl von Unternehmen als bisher zur Verfügung zu stellen. „Schwerpunkt ist die Unterstützung von Unternehmen und Existenzgründern. Wir setzen ebenso auf die Umsetzung von neuen technologischen Innovationen“, so Wirtschaftsminister Glawe.

Dank an Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsleistung ist nach Angaben des Statistischen Amtes im vergangenen Jahr preisbereinigt um 1,8 Prozent gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag bei rund 42,8 Milliarden Euro. Glawe dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Wirtschaft, Politik und Verwaltung sowie den Unternehmerinnen und Unternehmern für ihr Engagement. „Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen aktiv dazu bei, dass Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftlich weiter vorankommt. Wir sind ein Land zum Leben und Arbeiten“, so Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Arbeitsminister Harry Glawe abschließend.