Drese: Mädchen und Jungen sollen sich frei und offen für ihren individuellen Berufsweg entscheiden können

Nr.076 - Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung  | 26.04.2018  | Europamv  | europa-mv.de

Gleichstellungsministerin Stefanie Drese hat Mädchen und Jungen ermuntert, mutiger neue Wege bei der Berufswahl zu beschreiten.

Bei der Eröffnungsveranstaltung zum erstmals in Mecklenburg-Vorpommern parallel durchgeführten Girls‘Day und Boys‘Day in der Kita „Anne Frank“ in Schwerin sagte die Ministerin: „Junge Menschen sollen die Möglichkeit bekommen, sich frei und offen für ihren individuellen Berufsweg entscheiden zu können. Ich bin deshalb allen beteiligten Unternehmen und Einrichtungen sehr dankbar, dass sie ihre Türen für einen beruflichen Schnuppertag öffnen.“

Mit 2.205 Plätzen für Mädchen und 808 Plätzen für Jungen nimmt Mecklenburg-Vorpommern im Bundesvergleich prozentual erneut eine Spitzenposition ein.

Girls’Day und Boys’Day sind nach Ansicht Dreses als Anregung und Erweiterung des eigenen Horizonts ein enorm wichtiges Veranstaltungsformat. „Die klischeefreie Berufsorientierung ist der richtige Weg um die über lange Zeit gewachsenen Muster von Ausbildungs-, Studien- und Berufswahl aufzulösen“, sagte die Ministerin.

Die Abkehr von traditionellen Berufswahlverhalten und das stärkere Fördern von Mädchen im MINT-Bereich sowie Jungen im sozialen, pflegerischen und Dienstleistungsbereich sind Ziele des ESF-geförderten Sozialpartnerschaftsprojektes „BOGEN – Berufsorientierung/Genderreflektiert/Nachhaltig“. Seit vielen Jahren arbeiten die Projektverantwortlichen mit großem Engagement an der Koordinierung und Vorbereitung dieses Tages und suchen stets neue Wege und neue Kooperationen, damit Schülerinnen und Schüler ihre Talente abseits von Rollenzuschreibungen entfalten können.

Mit Blick auf die am Boys’Day in der Kita „Anne Frank“ teilnehmenden Jungen betonte Ministerin Drese: „Ich finde es toll, dass ihr euch für den Beruf des Erziehers interessiert, wissen wollt, wie der Arbeitsalltag aussieht, was Freude bereitet und was euch gegebenenfalls schwerfallen würde. Meine feste Überzeugung ist, dass wir mehr Männer in unseren Kitas brauchen. Das ist positiv für die Entwicklung der Identität der Kinder, für ihr Rollenverhalten und das Austesten ihrer Grenzen.“