Branchentag der Unternehmerverbände in Mecklenburg-Vorpommern – Informations- und Kommunikationstechnologie im Fokus

Rudolph: Unternehmen müssen digitale Transformation stärker mitgestalten. Ein produktiver Umgang mit den Herausforderungen der Digitalisierung ist bei Strafe des Marktaustritts alternativlos

Nr.379/17 Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit  | 18.10.2017  | Europamv  | europa-mv.de

Das Thema „Informations- und Kommunikationstechnologie in Mecklenburg-Vorpommern“ stand am Mittwoch (18.10.) in Roggentin (Landkreis Rostock) im Mittelpunkt des fünften Branchentages der regionalen Unternehmerverbände Mecklenburg-Vorpommerns. „Der digitale Wandel bringt zahlreiche Veränderungen für die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns mit sich. Ein produktiver Umgang mit den Herausforderungen der Digitalisierung ist bei Strafe des Marktaustritts alternativlos. Bereits bestehende Wertschöpfungsmodelle und Produktionsabläufe in den Unternehmen werden sich nachhaltig verändern. Daraus folgend verschieben sich die Kompetenz- und Qualifikationsanforderungen an die Beschäftigten. Damit die Unternehmen ihre aktuelle Marktposition in Zukunft behaupten und ausbauen können, müssen sie die digitale Transformation stärker mitgestalten. Dafür braucht es Rahmenbedingungen, um die Digitalisierung als einen sich kontinuierlich verändernden Prozess, der eine ständige Neuausrichtung und Überarbeitung bestehender Unternehmensprozesse erfordert, zu verstehen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Unternehmen auf diesem Weg“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph vor Ort.

 

Seit 2015: 235 unternehmerische Vorhaben im Bereich Digitalisierung vom Wirtschaftsministerium unterstützt

Um sich den Herausforderungen der Digitalisierung zu stellen und entsprechende unternehmerische Anpassungen zu gestalten, unterstützt das Wirtschaftsministerium unter anderem im Rahmen der Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FuEI) einen Einstieg in den Digitalisierungsprozess. Seit 2015 wurden aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) insgesamt 235 Projekte mit rund 82,1 Millionen Euro unterstützt, welche im Rahmen von Produkt- und Verfahrensentwicklungen durch Digitalisierungskomponenten an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen haben. Dabei handelt es sich beispielsweise um die Lang Metallwarenproduktion Neubrandenburg GmbH. Der Serienfertiger und Zulieferer für die Automobilindustrie hat sich auf die Produktion von Stanz- und Tiefziehteilen spezialisiert. Derzeit soll die mobile und automatisierte Bestückung, Bedienung und Werkstückentnahme der im Unternehmen vorhandenen Pressen mittels mobilen Robotern für den Ausgleich kurzfristiger Kapazitätsschwankungen oder bei kurzfristigen Auftragseingängen umgesetzt werden. „So kann das Unternehmen durch die Digitalisierung eine flexiblere Auftragsbearbeitung umsetzen und langfristig die eigene Wertschöpfung nachhaltig erhöhen“, sagte Rudolph.

 

Regionale Innovationsstrategie 2020

Eine weitere Unterstützungsmöglichkeit für Unternehmen auf dem Weg zur steigenden Digitalisierung liegt in der Regionalen Innovationsstrategie (RIS). Ziele sind die Profilierung des Forschungs- und Technologiestandortes Mecklenburg-Vorpommern in den technologischen Zukunftsfeldern Gesundheit/Life Science, Ernährung, Energie und Klima, Mobilität, Information und Kommunikation sowie nachhaltige Produktionstechniken und neue Werkstoffe (insbesondere im Maschinenbau). In der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 stehen insgesamt im Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 168 Millionen Euro zur Verfügung. „Die Regionale Innovationsstrategie soll ein positives Innovationsklima schaffen, um die Wirtschaft und die Wissenschaft des Landes noch mehr als bisher zu motivieren, wettbewerbsfähige Produkte zu entwickeln und zukunftsorientierte sowie attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. Dabei spielen die Veränderungen durch die Digitalisierung eine große Rolle“, sagte Rudolph.

 

Dank an Organisatoren des Branchentages

Veranstalter des Branchentages waren der Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V., der Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg e.V. und der Unternehmerverband Vorpommern e.V. „Die Unternehmensverbände in Mecklenburg-Vorpommern leisten mit der Organisation der Veranstaltungsreihe einen wichtigen Dienst für ihre Mitglieder. So ist ein effektiver Informations- und Erfahrungsaustausch gegeben“, sagte Rudolph abschließend.