Regionalkonferenz der IHK zu Rostock

Rudolph: Regiopolregion Rostock ist starkes Standbein der Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns

Nr.377/17 - Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit  | 17.10.2017  | Europamv  | europa-mv.de

Unter dem Titel „Industriepotenziale für die Regiopolregion Rostock – Welche Chancen bietet der Standort Rostock?“ fand am Dienstag (17.10.) die Regionalkonferenz der Industrie- und Handelskammer zu Rostock (IHK) statt. „Die Regiopolregion Rostock ist wirtschaftlich auf gutem Kurs. Die ansässige Industrie hat eine große Bedeutung für die Entwicklung Mecklenburg-Vorpommerns und ist zu einem starken Standbein der Wirtschaft des Landes geworden. Dazu gehören auch die zahlreichen Unternehmen und Arbeitsplätze im Handwerk und im Dienstleistungsbereich, die für und mit der Industrie arbeiten. Sie alle stehen für hochqualifizierte Arbeitsplätze, innovative Produkte und moderne Technologien. So werden gesellschaftliche Werte, nachhaltige Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum geschaffen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph anlässlich der Regionalkonferenz. Der Staatssekretär wurde vor Ort von Jochen Freese, Referatsleiter Wirtschafts- und Strukturpolitik im Wirtschaftsministerium, vertreten.

 

Industrieoffensive gestartet: Gewerbegebiete offensiv vermarkten

Um die wirtschaftliche Basis in Mecklenburg-Vorpommern zu verbreitern, wirbt das Wirtschaftsministerium mit einer Industrieoffensive für den Standort Mecklenburg-Vorpommern. Dabei ist vorgesehen, das Land im In- und Ausland verstärkt als Industriestandort zu vermarkten. Vor allem die weitere gezielte Entwicklung und Erschließung von hafennahen Flächen in Rostock, Stralsund, Wismar und Sassnitz/Mukran stehen dabei im Fokus. Auch Großgewerbestandorte in Schwerin, Rostock-Laage, dem Pommerndreieck bei Grimmen und der Standort Pasewalk sollen beworben werden. „Grundvoraussetzung für neue Unternehmensansiedlungen sind attraktive Industrie- und Gewerbegebiete. Wir treiben den gezielten und funktionalen Ausbau der Infrastruktur voran. Dem Großgewerbegebiet Rostock-Laage kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Am Standort sind insgesamt rund 500 Hektar für Gewerbe und Industrieanlagen ausgewiesen. Dafür wollen wir verstärkt in die Offensive gehen, beispielsweise über Messepräsenzen mit Beteiligung der regionalen Partner der Wirtschaftsförderung sowie Wirtschaftsreisen mit Unternehmensvertretern ins In- und Ausland, um Investoren für diese Flächen zu gewinnen“, sagte Rudolph.

 

Industrie- und Gewerbegebiete in der Regiopolregion Rostock bieten ideale Voraussetzungen für Unternehmensansiedlungen

Für die Erschließung, den Ausbau und die Revitalisierung von Industrie- und Gewerbegebieten sowie für weitere Infrastrukturmaßnahmen in der Region sind aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) seit 1990 bei Gesamtinvestitionen in Höhe von 579 Millionen Euro Investitionszuschüsse in Höhe von 387 Millionen Euro ausgereicht worden. So hat das Wirtschaftsministerium unter anderem für den ersten bis dritten Bauabschnitt im maritimen Gewerbegebiet Seehafen Rostock die Gesamtinvestitionen in Höhe von 72,1 Millionen Euro mit knapp 62 Millionen Euro unterstützt. Des Weiteren sind der Technologiepark Warnemünde, die Gewerbegebiete Ost und West in Ribnitz-Damgarten sowie das maritime Gewerbegebiet Rostock-Groß Klein mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums hergerichtet worden. „Die Regiopole Rostock verfügt über hervorragende Standortbedingungen. Maritime Gewerbeflächen, Standorte in Hochschulnähe, direkte Verbindungen an den Hauptverkehrsadern zu Wasser und zu Lande sowie vor Ort ansässige Forschungseinrichtungen bieten ideale Voraussetzungen für Unternehmensansiedlungen“, sagte Rudolph.

 

Wirtschaftsministerium hat seit 2011 in der Region 170 Unternehmensvorhaben unterstützt – mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze sind entstanden, über 5.800 Jobs wurden gesichert

Insgesamt hat das Wirtschaftsministerium seit dem Jahr 2011 in der Regiopolregion Rostock (Hansestadt Rostock, Landkreis Rostock, Ribnitz-Damgarten) 170 unternehmerische Investitionsvorhaben im gewerblichen und industriellen Bereich in Höhe von rund 82 Millionen Euro bei einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 355 Millionen Euro unterstützt. Damit sind rund 1.061 neue Dauerarbeitsplätze geschaffen und rund 5.865 Arbeitsplätze gesichert worden. In Mecklenburg-Vorpommern gesamt waren es im gleichen Zeitraum 681 Investitionsvorhaben, die mit rund 392 Millionen Euro bei einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von knapp 1,9 Milliarden Euro gefördert wurden. Dadurch entstanden 5.314 neue Arbeitsplätze und 25.400 Jobs wurden gesichert. Jüngste Beispiele für Unternehmenserweiterungen in der Region sind die Liebherr-MCCtec Rostock GmbH, die EEW Specialpipe GmbH und die Rostocker Korrosionsschutz GmbH.