Erstmals Ideenwettbewerb Ernährungswirtschaft ausgelobt

Glawe: Forschungsaktivitäten mit Unternehmen in der Ernährungswirtschaft ausbauen – mehr innovative Projekte gebraucht

Nr.277/17 - Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit  | 14.08.2017  | Europamv  | europa-mv.de

Das Wirtschaftsministerium lobt zum ersten Mal einen Ideenwettbewerb im Bereich der Ernährungswirtschaft aus. „Wir rufen Wirtschaft und Wissenschaft auf, Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Ernährungswirtschaft zu initiieren. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit im Zukunftsfeld Ernährung zu verbessern und damit die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen nachhaltig zu unterstützen. Hier haben wir noch Nachholbedarf“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Ernährung ist eines von sechs Zukunftsfeldern, welches die Ausrichtung der Technologieschwerpunkte des Wirtschaftsministeriums darstellt. Die Projekte im Ideenwettbewerb Ernährungswirtschaft können bis zum 08. November in schriftlicher oder digitaler Ausführung beim Wirtschaftsministerium eingereicht werden. Für den Wettbewerb stehen vom Wirtschaftsministerium Mittel in Höhe von zwei Millionen Euro für Projektförderungen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

 

Forschungsaktivitäten mit Unternehmen in der Ernährungswirtschaft ausbauen

„Die bisherigen Forschungsaktivitäten in dieser Branche sind sehr gering. Innerhalb der Ernährungswirtschaft müssen noch mehr innovative und international marktfähige Produkte entwickelt werden. Das schafft Arbeitsplätze bei uns im Land und steigert die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. Mit dem Wettbewerb wollen wir Anreize schaffen, das Engagement von Wirtschaft und Wissenschaft im Bereich Forschung und Entwicklung zu erhöhen“, so Glawe weiter. Im Zeitraum 2015 bis 2016 sind 10 Projekte im Ernährungsbereich mit Zuschüssen vom Wirtschaftsministerium in Höhe von insgesamt 1,86 Millionen Euro bewilligt worden. Für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation (FEuI) in Mecklenburg-Vorpommern stehen in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 insgesamt 168 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

 

Das Wirtschaftsministerium und die Hochschule Neubrandenburg haben den Wettbewerb gemeinsam vorbereitet. „Die Zukunftsfähigkeit der Branche resultiert in erster Linie aus der regionalen und überregionalen Absatzfähigkeit der im Land produzierten Produkte. Dies in Verbindung mit modernen Verarbeitungstechnologien, innovativen Prozessabläufen vom Erzeuger bis zum Konsumenten und einer hohen Qualifikation der Fachkräfte trägt zur Sicherung und Steigerung der Wertschöpfungskette im Land bei“, sagte der Prorektor für Forschung, Wissenstransfer und Internationales der Hochschule Neubrandenburg, Prof. Dr. Gerd Teschke. Die Hochschule Neubrandenburg ist auch Mitglied der Jury im Wettbewerb.

 

Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern – Unternehmen weiter bei Vorhaben unterstützen

In 86 Betrieben (mit mehr als 50 Beschäftigten) der Ernährungsindustrie sind über 14.600 Mitarbeiter beschäftigt. „Die Ernährungswirtschaft in MV ist gemessen an ihrem Gesamtumsatz von ca. 4,5 Milliarden Euro jährlich der größte Industriezweig innerhalb des verarbeitenden Gewerbes in unserem Bundesland. Sie hat einen Gesamtanteil von 33 Prozent an den Gesamtumsätzen des verarbeitenden Gewerbes“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

 

Schwerpunkte im Wettbewerb

Teilnahmeberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen und große Unternehmen, die eine Betriebsstätte in Mecklenburg-Vorpommern haben, sowie Forschungseinrichtungen in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern. Das Projekt ist in Mecklenburg-Vorpommern durchzuführen. Die Jury setzt sich aus fachkompetenten Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit zusammen.

 

Es gibt drei mögliche Schwerpunkte im Wettbewerb. Hierzu zählen „Gesunde Ernährung“ (Lebensmittel mit nachgewiesener Gesundheitswirkung, bioaktive Inhaltsstoffe, Enzym- und Biotechnologie, funktionelle, gesundheitsbezogene Lebensmittel); „Technologische Innovation“ (Rohstoffe und Produkte, innovative Verarbeitungstechnologien in der Lebensmittelproduktion sowie Lebensmittelverpackungen mit Funktion sowie „Prozessinnovation“ (Prozessinnovation in der Wertschöpfungskette vom Erzeuger bis zum Konsumenten, Automatisierung in der Qualitätskontrolle für Lebensmittelrohstoffe und -produkte).

 

Ansprechpartnerin für den Wettbewerb im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern:

 

Referat Technologie

Frau Carina Schröder

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