„MARKTplatz ARBEIT“ – Integrationsfest informiert über Wege in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Glawe: Bad Doberaner Projekte ebnen den Weg für gesellschaftliche und berufliche Integration

Nr.249/17 - Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit  | 20.07.2017  | Europamv  | europa-mv.de

Mit dem Integrationsfest „MARKTplatz ARBEIT“ wurde am Donnerstag in Bad Doberan über zwei aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Projekte - der Treffpunkt „Suppenküche“ und das Integrationsprojekt „SLALOM+“ - informiert. „Die Projekte haben die gesellschaftliche und berufliche Integration von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zum Ziel und arbeiten eng zusammen. Die arbeitssuchenden Teilnehmer können sich in der Suppenküche engagieren, kommen so mit anderen Besuchern ins Gespräch und lernen auf Menschen zuzugehen. Das ist ein erster integrativer Schritt auf dem Weg in eine versicherungspflichtige Beschäftigung“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Veranstalter des Integrationsfestes waren die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Bad Doberan und das BilSE-Institut für Bildung und Forschung GmbH.

 

Praktische Starthilfe im Projekt „SLALOM+“ – enge Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und den Jobcentern

„SLALOM+“ des BilSE-Instituts für Bildung und Forschung GmbH ist ein Projekt, in dem deutsche und migrierte Teilnehmer mit und ohne Flüchtlingshintergrund gemeinsam an den Arbeitsmarkt herangeführt und in diesen integriert werden. Die berufliche Integration von Flüchtlingen mit Aufenthaltserlaubnis und deutschen langzeitarbeitslosen Menschen steht in der Region Rostock (Landkreis und Stadt Rostock) dabei im Vordergrund. Seit Projektbeginn im September 2016 haben sich 326 Teilnehmer für die Maßnahme registriert, davon 45 Flüchtlinge. Die Vermittlungsquote in den ersten Arbeitsmarkt, in eine Qualifizierung oder in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegt derzeit bei 26,4 Prozent. „Hier wird praktische Starthilfe geleistet. Die Teilnehmer erhalten individuell zusammengestellte Angebote, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Vor allem die enge Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen und den Jobcentern trägt dazu bei, dass eine erfolgreiche Beschäftigungsaufnahme aktiv angestrebt wird“, sagte Glawe.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von knapp 608.000 Euro.

 

Treffpunkt „Suppenküche“ – soziale Integration ohne Barrieren

Der Treffpunkt „Suppenküche“ ist ein Integrationsprojekt der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Doberan. Von Montag bis Freitag gibt es jeden Mittag ein warmes Essen für jeden, ohne dass der Nachweis einer Bedürftigkeit vorgezeigt werden muss. Die Kirchengemeinde unterstützt das Vorhaben, indem sie unter anderem ihre Räume zur Verfügung stellt sowie Betriebskosten und Reinigungskosten übernimmt. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von 122.000 Euro.

„Der Treffpunkt Suppenküche will sattmachen und gleichzeitig Menschen miteinander ins Gespräch bringen. So ist ein Kommunikationstreffpunkt für Zugewanderte und Einheimische entstanden, die ohne Barrieren miteinander ins Gespräch kommen können. Die gesellschaftliche Integration unterstützt hier den Weg zu einer erfolgreichen beruflichen Integration“, sagte Glawe.

 

Informationen zum Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit (Stand Juni 2017) nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 65.900 Arbeitslose (8 Prozent; -1,2 Prozent gegenüber Juni 2016); 37,7 Prozent davon sind langzeitarbeitslos (24.800 Personen); 8 Prozent sind Ausländer. Die Anzahl ausländischer sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt ist vom Dezember 2015 zum Dezember 2016 um 1.000 Beschäftigte (28,7 Prozent) angestiegen. Ein Großteil dieses Anstiegs entfällt auf die Gruppe der Flüchtlinge. Insgesamt gibt es 17.700 ausländische sozialversicherungspflichtige Beschäftigte in Mecklenburg-Vorpommern.

Im Landkreis Rostock und der Hansestadt Rostock liegt die Arbeitslosenquote bei 7,3 Prozent (-1,1 Prozent), das entspricht 15.700 Menschen. 35,2 Prozent der Arbeitslosen sind langzeitarbeitslos (5.500 Personen); 9,8 Prozent der Arbeitslosen sind Ausländer.