Sturmflutschäden – Förderzusagen für Kommunen auf der Insel Rügen übergeben

Glawe: Strandaufgänge, Kurplätze und Treppenanlagen werden in Glowe, Sassnitz und Binz wieder hergerichtet – Besucher können beeindruckende Vielfalt Rügens genießen

Nr.139/17 - Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit  | 28.04.2017  | Europamv  | europa-mv.de

Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe hat am Freitag drei Fördermittelzusagen an Vertreter der Kommunen Sassnitz, Binz und Glowe (alle Insel Rügen) zur Beseitigung der Sturmflutschäden übergeben. „Rügen ist eine der beliebtesten Urlaubs- und Ausflugsziele in Deutschland. Durch den Sturm im Januar sind Teile der touristischen Infrastruktur auf der Insel zerstört worden. Mit den Fördermittelzusicherungen werden für die Kommunen die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, die Schäden in den Gemeinden auf der Insel Rügen zu beseitigen. Nach Beendigung der Baumaßnahmen können unsere Besucher die beeindruckende Vielfalt auf Deutschlands größter Insel wieder unbeschwert genießen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Reparatur von vier Strandaufgängen in der Gemeinde Glowe

In der Gemeinde Glowe sind am Badestrand vier Aufgänge durch das Sturmhochwasser beschädigt worden. Zwei der Strandaufgänge erhalten mit der Reparatur eine Rampe mit beidseitigem Geländer, die anderen Aufgänge werden mit einem Podest, Treppen und Geländer ausgestattet. „Glowe ist als staatlich anerkannter Erholungsort vor allem bei Naturliebhabern und Erholungssuchenden beliebt. Besonders das küstentypische Reizklima und die jodhaltiger Luft sind bei den Gästen beliebt. Damit Besucher und Anwohner Spaziergänge und Badespaß an dem kilometerlangen Sandstrand genießen können, werden die Strandaufgänge hergerichtet“, sagte Glawe.

Die Gesamtkosten der geplanten Baumaßnahmen betragen knapp 50.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium plant bei Vorlage aller Unterlagen eine Unterstützung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Infrastruktur“ (GRW) und des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund 45.000 Euro.

Wanderweg zum Nationalpark Jasmund und Kurplatz in Sassnitz werden hergerichtet

In der Stadt Sassnitz ist durch das Sturmhochwasser ein Teil der Zuwegung zum Nationalpark Jasmund im Bereich des Kurplatzes zerstört worden. Der Wanderweg verbindet unter anderem den Stadthafen mit dem UNESCO-Welterbe „Alte Buchenwälder“. Neben der Wiederherstellung des Weges und der Erneuerung der Treppenanlage soll jetzt zusätzlich der Kurplatz touristisch aufgewertet werden. Unter anderem wird ein Trinkbrunnen gebaut unter Nutzung einer Sole- und Thermalquelle mit jod- und fluoridhaltiger Sole, die 1993 erschlossen wurde. „Die Kombination der regionalen Heilmittel von der Küste ist etwas ganz besonderes und führt zu einer Aufwertung der Region. Gleichzeitig soll der Bau des Trinkbrunnens dazu beitragen, die Stadt Sassnitz als Thermal- und Kreideheilbad zu etablieren“, sagte Tourismusminister Glawe.

Die Gesamtkosten der geplanten Baumaßnahmen betragen rund 1,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium plant bei Vorlage aller Unterlagen eine Unterstützung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Infrastruktur“ (GRW) und des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 1,35 Millionen Euro.

Treppenanlagen und Kurplatz werden im Ostseebad Binz repariert

Im Ostseebad Binz sind der Strand und der Kurplatz durch das Sturmhochwasser beschädigt worden. Zunächst werden die Treppenanlagen am Strand repariert. Auf dem Kurplatz sollen die Beete vor den Wandelgängen neu gepflastert werden. „Die weiteren Arbeiten am Kurplatz selbst beginnen nach Abschluss der Saison, um Gästen und Anwohnern den Besuch von Veranstaltungen, anliegenden Gastronomiebetrieben und Hotels weitgehend ungestört zu ermöglichen“, sagte Glawe. Die Gesamtkosten der geplanten Baumaßnahmen betragen mehr als 1,1 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium plant bei Vorlage aller Unterlagen eine Unterstützung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Infrastruktur“ (GRW) und des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von rund einer Million Euro.

Hilfefonds in Höhe von 25 Millionen Euro für Kommunen aufgelegt

Insgesamt hat das Land im Zusammenhang mit der Sturmflut einen Fonds in Höhe von 25 Millionen Euro zur Beseitigung von Schäden aufgelegt. Beim Wirtschaftsministerium haben bisher 13 Kommunen einen formgerechten Antrag auf Förderung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ gestellt. Die Gesamtkosten der beantragten Maßnahmen betragen 9,47 Millionen Euro.